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Von Marius Joa. Publiziert am 29. November 2017

Wie verarbeitet man nach dem Tod der Eltern auch noch den Verlust des einzig verbliebenen Familienmitglieds? Diese Frage erforscht Regisseur Oliver Kienle mit seinem neuen Film: „Die Vierhändige“.

 

Star Trek Into Darkness

Von Marius Joa. Publiziert am 14. Mai 2013

Mit einer alternativen Zeitlinie belebte J. J. Abrams vor vier Jahren „Star Trek“ fürs Kino neu. Bevor der gefragte Produzent und Regisseur sich der anderen großen SF-Saga namens „Star Wars“ widmet, gibt es nun die von vielen lang ersehnte Fortsetzung: Star Trek Into Darkness.

 

 

7-10Star Trek Into Darkness
Science-Fiction-Film USA 2013. FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. 127 Minuten. Kinostart: 9. Mai 2013.
Mit: Chris Pine, Zachary Quinto, Karl Urban, Zoë Saldanha, John Cho, Simon Pegg, Anton Yelchin, Benedict Cumberbatch, Alice Eve, Peter Weller u.a. Regie: J. J. Abrams. Drehbuch: Alex Kurtzman, Robert Orci, Damon Lindelof. Nach Gene Roddenberry

 

Star Trek Into Darkness_Poster

 

Der Zorn des „Khumberbatch“?

Nach mehrfachem Verstoß gegen die Oberste Direktive auf dem Planeten Nibiru werden James T. Kirk (Chris Pine), Captain der Enterprise, und sein erster Offizier Commander Spock (Zachary Quinto) degradiert bzw. strafversetzt. Sie sollen einen mysteriösen Terroristen namens John Harrison (Benedict Cumberbatch) zur Strecke bringen, der sich zum Bombenanschlag auf das Sternenflotten-Archiv in London bekannt hat. Als ein weiterer Terrorakt das Hauptquartier der Sternenflotte trifft, schickt Admiral Marcus (Peter Weller) die Crew der Enterprise auf eine inoffizielle Mission, die lautet: Harrison aufspüren und mit neuester Waffentechnik vernichten. Zu dumm, dass sich der Finsterling auf dem Heimatplaneten der Klingonen befindet, mit denen die Föderation kurz vor einem Krieg steht…

Star Trek Into Darkness_Harrison Wer ist John Harrison?

Genauso sicher wie das Amen in der Kirche ist mittlerweile auch die Fortsetzung bei fast jedem erfolgreichen Blockbuster. So war es auch bei der zwischen Reboot und Retro-Charme angesiedelten Neuauflage von Star Trek durch den äußerst gefragten Produzenten und Regisseur J. J Abrams (Alias, Lost; Mission: Impossible – Phantom Protokoll, Super 8). Lediglich das wann und wie war längere Zeit offen. Nicht zum ersten Mal hat auch Abrams berüchtigte Geheimhaltungsmaschinerie bis zur Premiere durchgehalten. Und das in Zeiten, in denen nicht selten ganze Drehbücher vorab ihren Weg in Internet finden.

Mal ehrlich, was musste man von diesem Film, außer dass der charismatische Benedict „Sherlock“ Cumberbatch den Bösewicht spielt? Praktisch nichts. Lediglich ein paar nicht ganz unauffällige Hinweise in mehreren Trailern brachten ein Fünkchen Licht ins Dunkel. Daraus resultierten auch die ersten Befürchtungen, Star Trek Into Darkness wäre ein fader Abklatsch von Star Trek II: Der Zorn des Khan. Doch hier kann Entwarnung gegeben werden. Es handelt sich beim zweiten Trek-Film der neuen Zeitrechnung zwar in mancher Hinsicht um eine Neuauflage des zweiten Original-Kinofilms von 1982. Dennoch gelingt es der Story trotz einer höchst konventionellen Dramaturgie im Mittelteil zu überraschen. Die Drehbuchautoren Kurtzman, Orci und Lindelof machen nicht den Fehler ein glasklares Remake zu schaffen. Stattdessen wird eine ähnliche Konstellation in ein neues Szenario adaptiert und dabei auch eines der Markenzeichen des originalen Franchises in Ansätzen wieder aufgenommen: die Thematisierung aktueller politischer Entwicklungen.

Darüber hinaus ist „Into Darkness“ vor allem eins: rasend schnell. Über weite Strecken hetzt der Film von einer Actionszene zur nächsten. Wie beim Vorgänger sind die  Computer generierten Weltraumszenen auch wieder sehr verwackelt und bisweilen undeutlich. Der gehetzten Inszenierung ist es leider geschuldet, dass kaum Tiefgang aufkommt und auch die Charaktere darunter leiden. Es gelingt zwar, die noch in den „Kinderschuhen“ steckende Beziehung zwischen Kirk und Spock weiter auszuloten, aber die anderen Crewmitglieder, mit Ausnahme des herrlich bissigen Dr. McCoy (erneut glänzend gespielt von Karl Urban), können sich wenig entfalten. Immerhin bleibt genügend Zeit für mehr oder minder liebevolle Anspielungen.

Abrams hat nun eine sicherlich nicht einfache Aufgabe vor sich: in die Fußstapfen von George Lucas zu treten und „Star Wars: Episode 7“ zu stemmen. Was die CGI-Abteilung angeht, so scheint er auf einem guten Weg. Denn wie auch Star Trek (2009) sieht auch „Into Darkness“ wie eine verwackelte Version der anderen, gleichermaßen verehrten Sternensaga aus.

Fazit: Star Trek Into Darkness fliegt über weite Strecken mit Warp 9 und ist beileibe kein „Zorn des Khan“-Abklatsch. Die Bildästhetik ist aber auch weiterhin nichts für Zuschauer, die leicht seekrank werden. 7 von 10 Punkten.

 

Star Trek Into Darkness_Enterprise
Die Enterprise muss gehörig einstecken
 Star Trek Into Darkness_Carol und Kirk
Captain Kirk und Dr. Carol Marcus

 

 

Marius Joa, 14. Mai 2013. Bilder: Paramount.

 

 

 

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Weitere Star Trek-Filme

Star Trek: Der Film (7/10)
Star Trek II: Der Zorn des Khan (7/10)
Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock (7/10)
Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart (9/10)
Star Trek V: Am Rande des Universums (5/10)
Star Trek: Nemesis

Star Trek (2009) (7/10)

 

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