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Filmkritik Kino: Kung Fu Panda
Thema: Kino Aktuell

Mal wieder Lust auf einen Kinonachmittag mit den eigenen Kindern? Oder auf der Suche nach einem Geburtstagsgeschenk für die präpubertären Nichten, Neffen, Cousins oder Cousinen? Dann liefern die Dreamworks Studios mit ihrem neuesten Film Kung Fu Panda die perfekte Ausrede, sich als Erwachsener mal wieder genüsslich einen Animationsfilm für Kinder anzuschauen. Lena Stadelmann war (mit ihrer Cousine) im Kino.



Kung Fu Panda
Animationskomödie, USA 2008: FSK: freigegeben ab 6 Jahren. 92 Minuten. Deutscher Kinostart: 3. Juli 2008.
Mit den Stimmen von: Hape Kerkeling, Cosma Shiva Hagen, Bettina Zimmermann, Ralf Schmitz, Gottfried John, Thomas Fritsch, Tobias Kluckert u.a. Regie: Mark Osborne, John Stevenson.


Everybody is Kung-Fu Fighting!

Ein großer, überall bekannter Kung-Fu Star sein – davon träumt Panda Po (Hape Kerkeling) jede Nacht. Tagsüber muss er sich allerdings damit begnügen, seinem Vater beim Nudelsuppenverkauf zu helfen und seine großen Helden, die „Furiosen Fünf“ als Actionfiguren und auf Plakaten zu bewundern, statt mit ihnen gegen das Böse zu kämpfen. Die „Furiosen Fünf“ sind die Tigerin Tigress (Bettina Zimmermann), der Affe Monkey (Stefan Gossler), die Schlange Viper (Cosma Shiva Hagen), der Kranich Crane (Ralf Schmitz) und die männliche Gottesanbeterin Mantis (Tobias Kluckert), die von ihrem Meister Shifu (Gottfried John) seit Jahren in den Techniken des Kung Fu ausgebildet werden, und darauf warten, dass einer von ihnen von der alten Schildkröte Oogway zum Drachenkrieger ernannt wird. Doch am Tag der Entscheidung ist es keiner der „Furiosen Fünf“, auf den Oogways Wahl fällt, sondern Po – der nun schleunigst Kung Fu lernen muss, um seiner Aufgabe als Drachenkrieger nachzukommen und den Bösewicht Tai Lung (Thomas Fritsch) zu bekämpfen…

Die Dreamworks Animation Studios, aus deren Computer unter anderem die Helden aus Ab durch die Hecke und Madagaskar stammen und selbstverständlich auch der grummelige Oger Shrek, liefern mit Kung Fu Panda einen tollen, runden Kinderfilm ab. Durch die Thematik des Kung Fu wechseln sich furiose Martial Arts-Szenen mit ruhigen, bedächtigen, fast schon meditierenden Momenten ab. Betont wird dabei eben nicht nur die aggressive Seite der Kampfkunst, sondern der Ursprung des Kung Fu: die eigene Vervollkommnung durch ständiges Bemühen oder, mit der simplen Botschaft des Films gesprochen, jeder kann seine Träume verwirklichen – wenn man nur an sich glaubt.
Die Synchronsprecher passen perfekt zu den Figuren, allen voran Hape Kerkeling und Thomas Fritsch, wobei letzterer vermutlich den meisten nur durch seine Stimme bekannt ist, die er schon einmal einem ähnlich fiesen Bösewicht wie Tai Lung verliehen hat, nämlich Scar aus Der König der Löwen. Seine Vitalität bezieht der Film hauptsächlich aus der Hauptfigur Po, der sich zum Knuddeln süß tollpatschig durch den Film laviert und immer wieder großartige Slapstickeinlagen bietet. Kleine Abzüge gibt es für die Eindimensionalität der übrigen Charaktere, was aber vermutlich einfach dem Status eines Kinderfilms geschuldet ist, den auch Erwachsene einmal ohne Überinterpretation genießen sollten.

Fazit: Ein perfekter Film für einen Familienausflug ins Kino, falls der Sommer mal etwas verregnet sein sollte. 9 von 10 Punkten.



Meister Shifu kann es nicht fassen, dass er einen Panda trainieren soll…


… ebenso wie die „Furiosen Fünf“.


Der Bösewicht, den es zu besiegen gilt: Tai Lung.


Empfehlungen:

Wem dieser Film gefällt, der sollte sich auch folgende anschauen …

Ratatouille (7/10)

Horton hört ein Hu! (8/10)
Ice Age 2 (7/10)


Lena Stadelmann, 10. August 2008. Bilder: Paramount.


 
Filmbewertung
10 = grandios
9 = hervorragend
8 = sehr gut
7 = sehenswert
6 = passabel
5 = durchschnittlich
4 = lasch
3 = enttäuschend
2 = einfach schlecht
1 = katastrophal
0 = keine Wertung

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