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Viel Spaß!
Von Marius Joa. Publiziert am 9. Oktober 2019

Und weiter im Horroctober-Programm, erneut mit einem Film aus meinem physischen SuF. In “Therapie für einen Vampir” sucht ein Jahrhunderte alter Blutsauger Rat bei niemand Geringerem als Sigmund Freud, dem Urvater der Psychoanalyse.

 

Chicago

Von Marius Joa. Publiziert am 9. März 2003

Filmmusical USA/ Kanada 2002. Regie: Rob Marshall. Musik: Danny Elfman und John Kander. 113 Minuten. FSK ab 12.
Darsteller: Renée Zellweger, Catherine Zeta-Jones, Richard Gere, Queen Latifah, Taye Diggs, John C. Reilly u.a.

Chicago in den 20er Jahren: Roxie Hart träumt von einer Karriere als Bühnenstar im Vaudville Varieté. Sie betrügt ihren Mann mit Fred, der ihr versichert, dass er sie ins Rampenlicht bringen wird. Doch als er sich als Lügner entpuppt, der sie nur ausgenutzt hat, erschießt Roxie Fred. Sie landet im Gefängnis und ihr droht der Galgen. Im Knast trifft sie auf ihr Idol, die Bühnenkünstlerin Velma Kelly, die nach dem Doppelmord an Schwester und Ehemann auch vor der Todesstrafe steht. Roxies letzte Rettung ist der Staranwalt Billy Flynn, der bisher jede Frau im Staat Illinois vor dem Galgen bewahrt hat. Seine Taktik: aus der Todeskandidatin einen Liebling von Presse und Bevölkerung zu machen.
Rob Marshalls Adaption des gleichnamigen Broadway-Musicals wurde für unglaubliche 13 Oscars nominiert. Warum nur? Musik, Ausstattung und Kostüme wirken gut und professionell gemacht, aber das ist auch schon alles, was sehenswert an diesem Film ist. Mit wenig Charme, ohne Magie und nicht mal in Ansätzen so mitreißend wie „Moulin Rouge!“, wirkt „Chicago“ nicht mehr als durchschnittlich. Zwar sind die Gesangs- und Tanzeinlagen durchaus recht unterhaltsam, aber mehr auch nicht. Die Charaktere sind einfach zu flach und klischeehaft: Renée Zellweger als naives Blondchen, das vom großen Starruhm träumt, Catherine Zeta-Jones als kühler Vamp und Richard Gere als medien- und publicitygeiler Winkeladvokat, das hat man alles schon mal gesehen. Keiner der Darsteller, vielleicht John C.Reilly als Roxies einfältiger Ehemann, kann wirklich überzeugen. Außerdem fehlt dem Film jegliche Tiefe, die eine Identifikation mit den Figuren ermöglichen würde. Als Bühnenmusical möglicherweise sehr unterhaltsam und mitreißend, aber als Film jedoch, was die Story betrifft zu dürftig.

Fazit: Eine flache Mischung aus Mediensatire und Nummernrevue. Selbst für Musical-Fans nur bedingt sehenswert. 5/10.

Marius Joa, 09.03.2003

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