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Viel Spaß!
Von Marius Joa. Publiziert am 7. November 2019

Jetzt wo sich der Staub gelegt hat, wird es Zeit für meine ausführliche Kritik zur finalen Staffel von “Game of Thrones”, der TV-Adaption von George R.R. Martins Fantasy-Saga “Das Lied von Eis und Feuer”.

 

Eine Weihnachtsgeschichte 3D

Von Marius Joa. Publiziert am 15. November 2009

Mit verbesserter 3D-Technologie soll die Erlebniswelt Kino wieder attraktiver werden. Einer der aktuellen Filme, die mancherorts in 3D zu sehen sind, ist Robert Zemeckis’ Verfilmung des Dickens-Klassikers Eine Weihnachtsgeschichte. Marius Joa hat sich den Animationsfilm im Kino angesehen.

Eine Weihnachtsgeschichte 3D (A Christmas Carol 3D)
Animationsfilm USA 2009. FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. 96 Minuten. Deutscher Kinostart:
5. November 2009
Mit: Jim Carrey, Gary Oldman, Colin Firth, Cary Elwes, Robin Wright Penn, Bob Hoskins, Daryl Sabara u.v.a. Drehbuch und Regie: Robert Zemeckis. Nach Charles Dickens.

Tolle 3D-Bilder

Der alte Geschäftsmann Ebenezer Scrooge (Jim Carrey) ist ein unverbesserlicher Geizkragen, der außer Geldvermehrung und Vermögenssicherung keine Interessen hat. Seine Mitmenschen, darunter seinen kleinen Angestellten Bob Cratchit (Gary Oldman), behandelt er streng und ungerecht. Auch für Weihnachten, das Fest der Liebe, hat Scrooge sogar nichts übrig. Am Heiligabend erscheint ihm plötzlich der Geist seines sieben Jahre zuvor verstorbenen Partners Marley (Gary Oldman), der die Ankunft dreier Geister ankündigt.

Der Geist der vergangenen Weihnacht (Jim Carrey) zeigt Scrooge seine Vergangenheit und die dabei verpassten Gelegenheiten, z.B. die Beziehung zur jungen Belle (Robin Wright Penn). Der Geist der gegenwärtigen Weihnacht (Jim Carrey) führt vor, wie andere Weihnachten feiern, dass Bob Cratchit und Scrooges Neffe Fred (Colin Firth) den alten Herrn trotz seiner Harzherzigkeit gern haben und wie schwer das Leben der einfachen Leute ist. Im Geist der zukünftigen Weihnacht erkennt Scrooge schließlich das ihm drohende Schicksal.

Bereits mit dem Zeichentrick/Realfilm-Mix Falsches Spiel mit Roger Rabbit machte Regisseur und Produzent Robert Zemeckis (Zurück in die Zukunft) erste Erfahrungen mit Animation. Nun liegt mit Eine Weihnachtsgeschichte sein dritter CGI-Animationsfilm nach Der Polarexpress und Die Legende von Beowulf vor. Die revolutionäre Performance-Capture-Technologie macht es möglich, dass die Bewegungen der Darsteller direkt auf die animierten Figuren übertragen werden können und so bietet der Film wie erwartet beeindruckende Bilder, mitunter fast fotorealistisch und mit extrem flüssigen Bewegungen. Den visuellen Genuss erhöht nun noch der neuartige 3D-Effekt.

Doch ähnlich wie bei Die Legende von Beowulf liegt hier das Problem nicht in der Technik, sondern in der Story. Bei so vielen Adaptionen der Geschichte von Charles Dickens (z.B. Die Muppets Weihnachtsgeschichte mit Michael Caine und A Christmas Carol: Die Nacht vor Weihnachten mit Patrick Stewart) muss man sich zu recht fragen, inwieweit eine weitere Verfilmung nötig war. Eine Weihnachtsgeschichte kleidet den Stoff zwar in beeindruckende 3D-Bilder, aber inhaltlich bringt Zemeckis kaum etwas Neues. Stattdessen verliert sich der Plot gelegentlich in nicht ganz ungruseligen Horror-Elementen und vieles wirkt einfach zu effekthascherisch. Da wäre z.B. die Szene, in der Scrooge (zwischendurch auf Mausgröße geschrumpft!) vom personifizierten Tod in einer Kutsche verfolgt wird. Die Story wirkt generell etwas in die Länge gezogen. Weihnachtsstimmung kommt ohnehin kaum auf, denn was hat ein Weihnachtsfilm wie dieser Anfang/Mitte November schon im Kino zu suchen? Für richtige Festtagsstimmung sollte man dann eher im heimischen Wohnzimmer auf die zeitlosen Klassiker wie Drei Haselnüsse für Aschenbrödel oder etwa Schöne Bescherung zurückgreifen.

Fazit: Beeindruckende Bilder, aber inhaltlich hängt der Film irgendwo zwischen Effekthascherei und zuviel Altbackenem. 6 von 10 Punkten.

Marius Joa, 15. November 2009. Bilder: Disney.

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Die Legende von Beowulf (6/10)

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