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Von Marius Joa. Publiziert am 18. August 2019

Nachdem ihr Auto liegen geblieben ist sucht ein junges Paar Zuflucht in einem geheimnisvollen Schloss, in dem schräge Gestalten hausen. Vorhang auf für “The Rocky Horror Picture Show”!

 

Fluch der Karibik

Von Johannes Michel. Publiziert am 10. September 2003

Abenteuerfilm, USA 2003. 143 Min. FSK ab 12
Mit: Johnny Depp, Geoffrey Rush, Orlando Bloom, Keira Knightley, Jack Davenport, Jonathan Pryce u.a.; Regie: Gore Verbinski

Das britische Empire im 17. Jahrhundert. Jungschmied Will Turner (Orlando Bloom) gedenkt Elizabeth (Keira Knightley), die Tochter des Gouverneurs zu freien. Doch einstweilen steht diesem Vorhaben neben dem Klassenunterschied vor allem der Umstand im Wege, dass Elizabeth soeben von den untoten Piraten des seit einem Fluch zombifizierten Captain Barbossa (Geoffrey Rush) entführt wurde. Gemeinsam mit dem nicht immer gänzlich Vertrauen erweckenden Seeräuber Sparrow (Johnny Depp) eilt Turner den Bösewichten ins Abenteuer hinterher.

Nach einigen Jahren Pause und vielen Flops in diesem Genre versuchen Regisseur Gore Verbinski und Produzent Jerry Bruckheimer, dem Piratenfilm wieder neues Leben einzuhauchen. Auch wenn viele der Filmkritiken zu “Fluch der Karibik” positiv ausgefallen sind: die Betonung liegt auf ‘versuchen’. Denn wirklich überzeugen kann der Film keineswegs.

Da wären zum Einen die vielen parodistischen Einlagen. Seit wann bitte – von “Hook” abgesehen – sind Piratenfilme witzig? Und wenn schon, dann bitte wirklich zum Lachen. Johnny Depp erzeugt Schmunzeln bei den Zuschauern aber höchstens durch sein tuntiges Aussehen und sein schwules Gehabe. Wer das witzig findet, bitte. Aber größere Lacher bleiben einem erspart.

Zum anderen scheitert der Film an seiner eigenen Story. Während in den Trailern sehr viel Wert auf die ‘untoten Piraten’ gelegt wurde, sind diese höchstens fünf Minuten zu sehen. Beeindruckend ist zwar der Special-Effect der Verwandlung vom Menschen zum Untoten, aber ansonsten hätte der Film genau auf dieser Ebene ausgebaut werden müssen. Denn die fast zweieinhalb Stunden schleppen sich ansonsten doch recht träge dahin und der Zuschauer fiebert schon nach einer Stunde dem Ende entgegen. Wirkliche Spannung kommt erst in der letzten halben Stunde auf und dann nur für einige Minuten. Schauspielerisch kann das Ensemble ebenfalls nicht überzeugen. Die Charaktere wirken flach und wenig interpretiert.

Fazit: “Fluch der Karibik” enttäuscht. Von einem Disney-Film könnte man mehr erwarten. Die besten Szenen sind bereits in den Trailern zu sehen. Wer sich Langeweile ersparen will, sollte den Kinobesuch lassen. 4 von 10 Punkten.

Johannes Michel, 10.09.2003

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Rubrik Kino

4 Antworten zu “Fluch der Karibik”

Marius Joa Marius Joa

Eine zweite Meinung zu Fluch der Karibik

Die Karibik im 18. Jahrhundert. Auf der Schiffsreise nach Port Royal findet das Mädchen Elizabeth, die Tochter des Gouverneur Swann, einen bewusstlosen Jungen, Will Turner, den die Besatzung aus dem Wasser fischt. Um ihn vor der Hinrichtung zu bewahren, nimmt Elizabeth das mysteriöse Piratenmedaillon, das er bei sich trug, an sich. Acht Jahre später wird Port Royal vom Piratenschiff Black Pearl angegriffen und Elizabeth von den Piraten entführt. Will, inzwischen zum verdienten Waffenschmied und schwertschwingenden Helden herangewachsen, sieht nur eine Möglichkeit, seine große Liebe zu befreien: Captain Jack Sparrow, der einst selbst die Black Pearl befehligte. Ein seltsamer Fluch lastet auf den Piraten…
Ein Piraten-Film nach einer Achterbahn? Von Jerry Bruckheimer? Was soll das denn werden? Ein unterhaltsam-turbulenter Abenteuerstreifen, der die große Stärke besitzt, dass er sich selbst nicht zu ernst nimmt. Herausragend ist ein herrlich aufgelegter Johnny Depp als selbstironisch-cooler Pirat Jack Sparrow. Die anderen Schauspieler, darunter Keira Knightley („Kick It Like Beckham“) als Elizabeth und Orlando Bloom („Der Herr der Ringe“, „Troja“) als Will sind dagegen eher durchschnittlich. Doch der Film hat auch seine Schwächen: die Story ist nicht sehr logisch, was man aber auch bei Popcornkino, wie diesem Streifen, nicht erwarten kann. Außerdem wirken die Untoten nicht wirklich sehr gruselig und sind nicht lang genug zu sehen, was wohl daran liegt, dass der Film ab 12 freigegeben und außerdem noch von Disney ist. Was die Übersetzer wohl wieder geritten hat, als sie sich den deutschen Titel ausdachten, ist eine andere Geschichte.

Fazit: Unter all den belanglosen Popcornfilmen des Sommers ein kleiner Lichtblick. Unterhaltsames Popcornkino mit einem sehenswerten Johnny Depp. 7/10.

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