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Von Marius Joa. Publiziert am 8. September 2019

Ed Wood (1924-1978) gilt gemeinhin als der schlechteste Regisseur aller Zeiten. Vor 60 Jahren erschien sein “Opus Magnum”: der Alien-Horror-Streifen “Plan 9 from Outer Space”…

 

House Of Flying Daggers

Von Marius Joa. Publiziert am 7. Februar 2005

Drama China/Hongkong 2004. Regie: Zhang Yimou. Musik: Shigeru Umebayashi.
Mit Takeshi Kaneshiro, Andy Lau, Zhang Ziyi und Song Dandan. 119 Minuten. FSK ab 12.

China im Jahr 859. In der Tang-Dynastie herrscht Korruption. Die geheimen Untergrundkämpfer vom „Haus der fliegenden Messer“ führen einen namenlosen Kampf gegen das Regime. Als den beiden Polizei-Beamten Jin und Leo die blinde Tänzerin Mei, angeblich die Tochter des ehemaligen Anführer, ins Netz geht, fassen die beiden einen Plan. Jin befreit das schöne Mädchen und will sie dazu bringen, ihn zum Versteck der „Fliegenden Messer“ zu führen.

Zhang Yimou, der mit “Hero” ein bildgewaltiges Historiendrama schuf, liefert hiermit seinen zweiten Martial-Arts-Film ab. Und wieder gelingt es ihm, das Genre neu zu erfinden, ohne andere Filme zu kopieren. Und doch darf man als Zuschauer hier keinen Realismus und keine hoch anspruchsvolle Story erwarten. Dafür wird ein rauschendes Festival der Sinne geboten. Wenn Menschen schweben, Messer. Bambusstäbe und andere Dinge minutenlang durch die Luft fliegen und stimmungsvolle Töne bilden, könnte man meinen, von einem gigantischen Musikinstrument zu träumen. Sehr stimmungsvoll ist auch der Score von Shigeru Umebayashi und in einer Szene darf sogar Zhang Ziyi ihre Gesangskünste unter Beweis stellen. War sie in “Hero” noch mehr zu einer Nebendarstellerin zurückgestuft, so beweist Zhang Ziyi hier, dass sie auch eine schwierige Hauptrolle grandios meistern kann. Die Schauspieler fügen sich nahtlos in diesen atemberaubenden Sinnesrausch. Doch leider ist die Story an sich doch etwas dünn, auch wenn am Anfang nichts so scheint, wie es sich schließlich herausstellt. Der fade Beigeschmack des Films ist das vollkommen überzogene Ende, das teilweise an wüste Metzelstreifen erinnert.

Fazit: Faszinierender Bilderrausch mit oscarreifen Toneffekten und einer überragenden Zhang Ziyi. 8/10.

Marius Joa, 07.02.2005

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