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Viel Spaß!
Von Marius Joa. Publiziert am 30. November 2019

So wie Hollywood allgemein das Mainstreamkino weltweit beherrscht so dominieren Disney und Pixasr den Animationsfilm-Markt. Werke, die ohne große Studiopower entstehen, haben es da schwer. Umso schöner, dass Netflix dem französischen Beitrag “Ich habe meinen Körper verloren” eine großflächige Veröffentlichung ermöglicht hat.

 

Last Samurai

Von Marius Joa. Publiziert am 8. Februar 2004

Kriegsdrama USA/Japan/Neuseeland 2003. Regie: Edward Zwick. 154 Minuten. FSK ab 16.
Darsteller: Tom Cruise, Ken Watanabe, Koyuki, Timothy Spall, Tony Goldwyn, Masato Harada u.a.

1876: Der vom Krieg psychisch schwer gezeichnete und alkoholkranke amerikanische Captain Nathan Algren wird von Japanern angeworben, die Armee des Kaisers mit modernen Schusswaffen zu trainieren, für den Kampf gegen die „abtrünnigen“ Samurai. Algren willigt aufgrund der guten Bezahlung ein. Beim ersten Kampf der japanischen Armee mit den Samurai werden die Soldaten abgeschlachtet und Algren von Katsumoto, dem Anführer der Samurai, gefangen genommen. Da die Menschen ihn gut behandeln und Algren längere Zeit bei den Samurai (vor allem bei Katsumotos Familie) verbringt, versucht er sich allmählich zu integrieren. Und lernt dadurch die Lebensweise der Samurai schätzen und lieben…

Tom Cruise bereitete sich akribisch auf die Rolle des Nathan Algren vor, indem er zwei Jahre lang Japanisch lernte und sich im Schwertkampf trainierte. Und das hat sich gelohnt. The Last Samurai ist ein bewegendes Drama über Tradition und Moderne sowie Freundschaft und darüber dass man sogar seinen Feind schätzen lernen kann. Der Film erhielt vier Oscar-Nominierung, u.a. für die Kostüme, den Ton und die Ausstattung sowie für den japanischen Schauspieler Ken Watanabe als bester Nebendarsteller, der den charismatischen Samurai Katsumoto verkörpert und so seinem Kollegen Tom Cruise bisweilen etwas die Show stiehlt. Der Verzicht auf Computereffekte bei den Schlachtszenen hat sich ebenfalls ausgezahlt, die Kämpfe wirken sehr realistisch und authentisch. Ein absoluten Rohrkrepierer bietet dagegen die Filmmusik des deutschen Starkomponisten Hans Zimmer, die fast die ganze Zeit belanglos dahinplätschert. Dies nimmt dem Film viel an Magie. Außerdem wirkt das Ende zu idealisiert und konstruiert.

Fazit: Bildgewaltiges Drama um sterbende Tradition, indem die Amerikaner ausnahmsweise mal nicht die Guten sind. 7/10.

Marius Joa, 08.02.04

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