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Von Marius Joa. Publiziert am 8. September 2019

Ed Wood (1924-1978) gilt gemeinhin als der schlechteste Regisseur aller Zeiten. Vor 60 Jahren erschien sein “Opus Magnum”: der Alien-Horror-Streifen “Plan 9 from Outer Space”…

 

Raumpatrouille Orion – Rücksturz ins Kino

Von Marius Joa. Publiziert am 23. August 2003

Science-Fiction-Film Deutschland 1966/2003. 92 Minuten (SW). FSK ab 6. Regie: Dr. Michael Braun, Theo Mezger. Musik: Peter Thomas.
Darsteller: Dietmar Schönherr, Eva Pflug, Wolfgang Völz, Claus Holm, Friedrich G. Beckhaus, Ursula Lillig, Charlotte Kerr, Benno Sterzenbach, Friedrich Joloff, Elke Heidenreich u.a.

In sehr ferner Zukunft: der Mensch hat den Ozean als Lebensraum erschlossen und stößt bei der Erforschung des Weltalls immer tiefer vor. Draufgänger Cliff Allister McLane, Commander des Raumschiffs Orion wird mit seiner Crew zur Raumpatrouille strafversetzt. Außerdem wird ihm die strenge Sicherheitsagentin Tamara Jagellovsk als Aufpasserin zur Seite gestellt. Urplötzlich droht der Erde eine nie da gewesene Bedrohung durch Außerirdische Invasoren, die sogenannten FROGS (Feindliche Raumverbände Ohne Galaktische Seriennummer). Das Schicksal der Erde hängt von Commander McLane und der Orion-Besatzung ab.

1966 sorgte eine deutsche Serie für die Revolution im noch schwarz-weißen deutschen Fernsehen: „Raumpatrouille Orion“ war die erste echte SF-Serie und flimmerte über die Fernsehschirme, noch bevor „Raumschiff Enterprise“ in Deutschland ausgestrahlt wurde. Auch wenn die Serie nach 7 Folgen aufgrund von zu hohen Produktionskosten eingestellt wurde, so ist sie für viele heute Kult. Für heutige Verhältnisse unfreiwillig komisch und sehr amüsant ist „Orion“ vor allem durch den 10-Sekunden-Countdown, der in Wirklichkeit 15 Sekunden dauert, Bügeleisen und Wasserhahn als Requisiten für Bordcomputer sowie den ultimativen Tanz „Galyxo“, der bisweilen durch seine einzigartigen Tanzschritte zum Ablachen führen kann. Doch vor allem die Komik macht einen großen Teil vom heutigen Charme von „Raumpatrouille Orion“ aus. Für den Kinofilm wurden mehrere Folgen zusammengeschnitten. Dies hat zur Folge, dass in der ersten Hälfte der 92 Minuten ein Höhepunkt den andern jagt und der Spannungsaufbau und Spannungsabbau zu hastig verlaufen. Im zweiten Teil konzentriert es sich doch auf eine Serienepisode, die bis zum Ende weiterläuft. Zwischen den einzelnen Episoden wurden neugedrehte Szenen mit Elke Heidenreich eingefügt, die als Nachrichtenoffizier Helma Krap die „Sternenschau“ präsentiert, eine Nachrichtensendung, die von den Ereignissen rund um „Orion“ berichtet und dem ganzen Film eine herrlich selbstironische Note verleiht.

Fazit: Auch wenn die Tonqualität auf der großen Kinoleinwand zu wünschen übrig lässt und man die Dialoge teilweise kaum versteht, so bietet „Raumpatrouille Orion“ auch 37 Jahre nach Entstehung noch kurzweilige und vor allem amüsante Unterhaltung. In diesem Sinne: „Alles wird galaktisch gut“. 7/10.

Marius Joa, 23.08.2003

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