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Von Marius Joa. Publiziert am 27. August 2018

Matt Groening ist zurück. Der Erfinder des Dauerbrenners “Die Simpsons” und der Scifi-Satire “Futurama” hat für Netflix eine neue Serie erschaffen. In “Disenchantment” begibt sich eine junge Prinzessin auf die Suche nach ihrem Platz im Leben. Elfen, Dämonen, Hexen und viel Alkohol pflastern ihren Weg…

 

Star Trek IV – Zurück in die Gegenwart

Von Marius Joa. Publiziert am 3. September 2007

Nachdem die ersten drei Kinofilme von Star Trek zwar insgesamt sehenswert, aber sicherlich nicht optimal waren, erschien mit dem vierten Teil endlich ein rundum gelungener Streifen. Marius Joa schreibt in seiner DVD-Kritik, was Zurück in die Gegenwart von seinen Vorgängern abhebt.

Star Trek IV – Zurück in die Gegenwart (Star Trek IV – The Voyage Home)
Science-Fiction-Film USA 1986. FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. 117 Minuten (PAL-DVD). Kinostart: 26. März 1987.
Mit: William Shatner, Leonard Nimoy, DeForest Kelley, James Doohan, Walter Koenig, George Takei, Nichelle Nichols, Catherine Hicks, Mark Lenard, Robin Curtis, Jane Wyatt u.v.a. Regie: Leonard Nimoy.

Nach der Wiedererweckung Spocks zu neuem Leben, reist die Crew der Enterprise mit dem gekaperten Klingonen-Raumkreuzer zur Erde. Dort erwartet sie eigentlich ein Kriegsgericht der Föderation, hat Kirk (William Shatner) doch mit der Hilfe seiner Führungsoffiziere die Enterprise gestohlen, um Spock (Leonard Nimoy) zu suchen. Die Föderation hat aber jedoch andere Sorgen. Eine gigantische Raumsonde beginnt der Erde langsam die Energie zu entziehen. Spock identifiziert die Signale der Sonde als Gesang von längst ausgerotteten Buckelwalen. Sofort reist die Crew mit dem Klingonenschiff in die Vergangenheit, um die einzige mögliche Rettung der Erde zu holen: Buckelwale aus dem Jahre 1986.

Gemäß des Vertrages mit der Produktionsfirma übernahm Spock-Darsteller Leonard Nimoy nach dem dritten auch beim vierten Star-Trek-Kinofilm die Regie. Teil zwei bis vier bilden bekanntlich eine direkt zusammenhängende Trilogie und wurden im Abstand von zwei Jahren veröffentlicht. Nachdem sich Spock in Star Trek II – Der Zorn des Khan für seine Kameraden geopfert hatte, konnte er dank des Genesis-Planeten und eines vulkanischen Rituals in Star Trek III – Auf der Suche nach Mr. Spock wieder zum Leben erweckt werden. Allerdings musste dabei die originale Enterprise aufgegeben werden. So fliegen Kirk und Co immer noch mit dem gekaperten Klingonen-Kriegsschiff umher.

„Computer, Computer?“

Das Konzept der Sonde, die das Leben auf der Erde bedroht ist nach Star Trek – Der Film nicht mehr ganz neu. Die Story mit der Zeitreise klingt auf den ersten Blick etwas abstrus, aber was das Scheitern des Films abwendet, ist die toller und vor allem selbstironische Inszenierung. Mangelte es Teil I bis III meistens an Humor, so spielt Teil IV damit seine große Trumpfkarte aus. Der Zusammenprall der höchst unterschiedlichen Kulturen, der Erde der 80er Jahre des 20. Jahrhundert und der fortschrittlichen Föderation des 23. Jahrhunderts, führt in vielen Szenen zu komischen Situationen und zündenden Dialogen, bisweilen etwas subtiler. Vor allem Vulkanier Spock hat seine Probleme mit der Lebensweise des Jahres 1986 und den „farbigen Metaphern“. Dr. McCoy bereitet da eher die Medizin des 20. Jahrhunderts mit ihren „Methoden aus der Steinzeit“ Kopfzerbrechen. Auf die Menschen des Jahres 1986 hat die heterogene Enterprise-Crew aus der Zukunft natürlich auch eine befremdliche Wirkung. Spock (Leonard Nimoy) und Dr. McCoy (DeForest Kelley) liefern sich hier wieder unerreichbare, einfache köstliche Wortgefechte. Dies alles macht den Charme und die Qualität des vierten Star-Trek-Kinoabenteuers aus. Die zentrale Botschaft über das Aussterben der Wale und die Folgen für die Erde des 23. Jahrhunderts sind ein direktes Plädoyer gegen Walfang.

Die Trekkies nahmen Star Trek IV – Zurück in die Gegenwart mit gemischten Gefühlen auf, was irgendwie verständlich ist. Das eigentlich obligatorische Raumschiff Enterprise hat hier nur einen Kurzauftritt, da als Hauptfortbewegungsmittel das Klingonenschiff fungiert. So kommt nicht immer echtes Star-Trek-Feeling auf. Die Synchronisation ist ebenfalls nicht sehr glücklich, so stört u.a. die „neue“ Stimme von Lieutenant Sulu (George Takei). Dennoch ist der vierte Star-Trek-Film der beste der Original-Crew. Nach dessen Erfolg begann man übrigens mit der Produktion einer Serie namens Star Trek – The Next Generation.

Fazit: Höchst humorvolle Zeitreise der Enterprise-Crew, die ihren Charme aus dem Zusammenprall diverser Kulturen zieht. 9 von 10 Punkten.


Kirk und Spock im Jahr 1986.

In Schwierigkeiten: Uhura und Chekov.

DVD-Features:

Sprachen: Deutsch, Englisch

Die einfache, reguläre DVD-Fassung des Films enthält einen Kinotrailer sowie eine Featurette mit Darsteller/Regisseur Leonard Nimoy. Mehr Bonusmaterial enthält die Special Edition (2 DVDs), die Bestandteil der alle zehn Kinofilme umfassenden Jubiläumsbox ist.

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Star Trek – Der Film (7/10)
Star Trek II – Der Zorn des Khan (7/10)
Star Trek III – Auf der Suche nach Mr. Spock (7/10)

Marius Joa, 3. September 2007. Bilder: Paramount.

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