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Viel Spaß!
Von Marius Joa. Publiziert am 7. November 2019

Jetzt wo sich der Staub gelegt hat, wird es Zeit für meine ausführliche Kritik zur finalen Staffel von “Game of Thrones”, der TV-Adaption von George R.R. Martins Fantasy-Saga “Das Lied von Eis und Feuer”.

 

Terminator: The Sarah Connor Chronicles – Staffel 1

Von Marius Joa. Publiziert am 5. Dezember 2008

Um Missverständnisse gleich vorzubeugen: bei den Sarah Connor Chronicles handelt es sich nicht um eine weitere belanglose TV-Realitysoap über die deutsche Sängerin. Vielmehr wird mit dieser neuen Serie die Terminator-Saga alternativ fortgesetzt.

Terminator: The Sarah Connor Chronicles – Staffel 1 (Terminator: The Sarah Connor Chronicles – Season 1)
Action/Science-Fiction-Serie USA 2008. 9 Folgen. FSK: Freigegeben ab 16 Jahren. Gesamtlänge: ca. 368 Minuten (PAL-DVD). TV-Erstausstrahlung: 12. Januar 2009.
Mit: Lena Headey, Thomas Dekker, Summer Glau, Richard T. Jones, Brian Austin Green, Garret Dillahunt u.v.a. Nach Charakteren von James Cameron & Gale Anne Hurd. Adaption: Josh Friedman.

„Half an hour, one bag, plus the guns. I’ll make pancakes.”

Mit dem Low-Budget-Streifen Terminator gelang Regisseur James Cameron und auch Hauptdarsteller Arnold Schwarzenegger 1984 der Durchbruch. Die Fortsetzung, Terminator 2 – Tag der Abrechnung, wurde zum Meilenstein in der Computer gestützten Tricktechnik. Der dritte Teil, Terminator 3 – Rebellion der Maschinen, konnte 2003 nicht annähernd an seine Vorgänger heranreichen. Doch bevor die Saga über Killerroboter und ihre Opfer/Schützlinge im Sommer 2009 mit Terminator 4 – Die Erlösung fortgesetzt wird, serviert uns das US-Fernsehen eine Serie. Terminator – The Sarah Connor Chronicles führt alternativ die Story um Sarah Connor und ihren mittlerweile fast erwachsenen Sohn John sowie deren Kampf gegen die Machtübernahme des Computersystems SkyNet weiter.

Spätsommer 1999. Gerade haben sich Sarah Connor (Lena Headey) und ihr mittlerweile 15jähriger Sohn John (Thomas Dekker), der in der Zukunft die Menschen im Kampf gegen die Maschinen führen wird, an einem Ort eingelebt. Sarah hat sich sogar mit dem fürsorglichen Rettungssanitäter Charlie Dixon (Dean Winters) verlobt, für John ist er ein Ersatzvater. Doch dunkle Vorahnungen bringen Sarah dazu, ihren Sohn im Schlepptau, erneut die Flucht anzutreten, um sich im nächsten Bundesstaat vor bösen Terminatoren und der Polizei zu verstecken. Nur Pech, dass bereits zu gleich der nächste Terminator namens Cromartie (Owain Yeoman) auftaucht, um John den Garaus zu machen und damit den Anführer der Rebellion zu töten.

Doch John hat Glück. Seine attraktive Mitschülerin Cameron (Summer Glau) entpuppt sich als gute Terminatrix und gelobt, ihn zu beschützten. Als Sarah, John und Cameron den üblicherweise unzerstörbaren Gegner nicht abschütteln können, entschließt sich Cameron, die vorläufige Rettung durch eine Zeitreise herbei zu führen. Die drei landen im Jahr 2007 und haben vorerst Ruhe. Aber nur vorerst. Denn dummerweise gelingt es Cromartie (Garret Dillahunt) irgendwie seinen Kopf mit ins Jahr 2007 zu „schmuggeln“. Zudem laufen auch 2007 genug böse Roboter herum. Sarah, John und Cameron haben nun vier Jahre Zeit, die Erschaffung des Computersystems SkyNet zu verhindern. Doch dabei bekommen sie es nicht nur mit diversen Killer-Robotern zu tun. Auch der FBI-Agent James Ellison (Richard T. Jones) ist dem Trio auf der Spur.

Ohne die Beteiligung von James Cameron, dem Regisseur der ersten beiden Filme, entstand Terminator 3 – Rebellion der Maschinen, der sich mit seinen megateuren Actionszenen am Ende als Mogelpackung entpuppte. Aber macht ja nichts, denn mit der Serie Terminator – The Sarah Connor Chronicles wird die Roboter-Saga so fortgesetzt, als ob es den dritten Kinofilm nie gegeben hätte. Diese Entscheidung hat sich als grundsätzlich richtig erwiesen. Auch wenn das Produkt „Terminator“ als TV-Produktion sicher nicht die hohen Erwartungen der Fans erfüllen kann, so bietet The Sarah Connor Chronicles solide TV-Unterhaltung auf technisch hohem Niveau.

Der Streik der Drehbuchautoren in Hollywood 2007/2008 bescherte der Serie eine verkürzte erste Staffel von lediglich neun Folgen. Ursprünglich waren 13 geplant. Daraus resultiert wohl auch das Manko der Produktion, die wenig überzeugende, mitunter oberflächliche Story. Zwar bedienen sich die Drehbuchautoren um Serienerfinder Josh Friedman diverser literarischer und historischer Bezüge, aber vor allem in Verbindung mit den bedeutungsschwangeren Off-Monologen der Titelfigur wirkt das dann doch recht bemüht. Kaum hat man sich auf den Plot eingestellt, ist die Staffel auch schon wieder vorbei.

Sarah Connor wird hier von Lena Headey (Merlin, Brothers Grimm, 300, Der Rote Baron) gespielt, die ihre Sache an sich recht gut macht. Aber die Fußstapfen einer Linda Hamilton sind eben doch ein wenig zu groß. Thomas Dekker (Heroes) tritt als John Connor in die von Edward Furlong und Nick Stahl, ohne bisher glänzen zu können. Die perfekte Besetzung für Terminatrix Cameron fand man in Summer Glau, die Autor Josh Friedman von vorneherein für die Rolle im Hinterkopf hatte. Glau spielt im Grunde, das was sie kann und in manchen bisherigen Arbeiten (die Serie Firefly und der zugehörige Kinofilm Serenity) bereits spielte: den weltfremden Sonderling. Während Cameron im Pilotfilm noch völlig angepasst wirkt, so sorgt sie in den kommenden Episoden wegen ihres Verhaltens öfter für Verwirrung und Peinlichkeiten in ihrem Umfeld. Hinzu kommt noch der bei Summer Glau eigentümliche „Psycho-Blick“.

Insgesamt ist die Serie weniger actionreich als man nach der rasanten Pilotfolge erwarten konnte. Die düstere Grundstimmung der ersten beiden Terminator-Filme wurde beibehalten. Auch rein technisch kann die Produktion überzeugen. Vor allem die in der Zukunft spielenden Szenen mit Brian Austin Greene als Derek Reese wirken sehr aufwendig inszeniert.

Auch wenn es wegen des Drehbuchautoren-Streiks nur neun statt der geplanten 13 Folgen gab, so konnte The Sarah Connor Chronicles insgesamt davon profitieren. Denn durch den Streik fehlte es erheblich an Konkurrenz und so konnte die neue Serie bei der TV-Premiere im Januar 2008 viele Zuschauer gewinnen. Die anfangs guten Quoten in den USA führten auch dazu, dass der ausstrahlende Sender FOX eine zweite Staffel bestellte, die im September anlief. Trotz erheblicher Zuschauereinbußen wurde diese auf 22 Folgen verlängert.

Nachdem The Sarah Connor Chronicles seit dem 20. Oktober 2008 beim Bezahlsender Premiere zu sehen ist, hat sich Pro 7 die Free-TV-Rechte gesichert. Der Münchner Privatsender strahlt die Serie ab Montag, den 12. Januar 2009 um 20:15 aus. Der Titel war den Senderbossen wohl zu lang und so führt Pro 7 die Serie unter dem Titel Terminator: S. C. C.

Fazit: Technisch solide Sci-Fi-Serie, deren Handlungsbogen noch stark entwicklungsfähig ist. 6 von 10 Punkten.


Cameron sieht eigentlich harmlos aus …

… doch wehe wenn sie losgelassen.

Sarah und ihr Sohn John.

DVD-Features (UK-Import)

Sprache: Englisch
Untertitel: Englisch für Hörgeschädigte, Niederländisch.

Bonusmaterial

Terminated Scenes – Entfernte Szenen

Marius Joa, 5. Dezember 2008. Bilder: Warner Home Video.

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Rubrik DVD

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