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Von Marius Joa. Publiziert am 14. Juli 2019

“Schlimmer” hätte 2019 auch nicht beginnen können als mit der finalen Staffel von “Eine Reihe betrüblicher Ereignisse”, nach den Büchern von Lemony Snicket…

 

Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs

Von Marius Joa. Publiziert am 21. Dezember 2003

Fantasyepos Neuseeland/USA 2003. Nach dem Roman von J. R. R. Tolkien.
Regie: Peter Jackson. Musik: Howard Shore. 201 Minuten. FSK ab 12.

Darsteller:
Frodo — Elijah Wood
Gandalf — Ian McKellen
Aragorn — Viggo Mortensen
Sam — Sean Astin
Merry — Dominic Monaghan
Pippin — Billy Boyd
Legolas — Orlando Bloom
Gimli/Baumbart — John Rhys-Davies
Galadriel — Cate Blanchett
Théoden — Bernard Hill
Bilbo — Ian Holm
Denethor — John Noble
Éowyn — Miranda Otto
Sméagol/Gollum — Andy Serkis
Arwen — Liv Tyler
Éomer — Karl Urban
Elrond — Hugo Weaving
Faramir — David Wenham u.v.a.

Aragorn, Legolas, Gimli und Gandalf besuchen mit Théoden und Éomer das von den Ents um Baumbart verwüstete Isengard. Dort treffen sie auf Merry und Pippin, der den Palantír aus dem Wasser holt. Gandalf nimmt die mysteriöse Kugel sogleich an sich. In Edoras feiert Rohan den Sieg bei Helms Klamm. In der Nacht sieht Pippin in seiner großen Neugier in den Palantír und sich dem großen Auge Saurons gegenüber. Dank Gandalfs Eingreifen kann jedoch schlimmeres verhindert werden. Doch nun muss der Zauberer Pippin nach Minas Tirith bringen. Die Hauptstadt Gondors unter der Herrschaft des Truchsesses Denethor, dem Vater von Faramir und Boromir, befindet sich in großer Gefahr, denn Sauron lässt seine Streitmacht auflaufen.
Unterdessen führt Gollum die Hobbits Frodo und Sam auf einem geheimen Weg nach Mordor. Die verwahrloste Kreatur versucht, einen Keil zwischen die beiden Freunde zu treiben. In Dunharg versammelt Théoden die gesamten Streitkräfte Rohans, um Gondor zur Hilfe zu eilen. Aragorn erkennt, dass er den Weg durch die Pfade der Toten nehmen muss…

Nach „Die Gefährten“ (2001) und „Die Zwei Türme“ (2002) wird Peter Jacksons Verfilmung von Tolkiens Romantrilogie „Der Herr der Ringe“ mit dem dritten und letzten Teil „Die Rückkehr des Königs“ nun zu Ende geführt. Die Erwartung an Teil 3 waren dementsprechend hoch. Doch dieser schafft es sogar, die beiden Vorgänger zu toppen. Doch leider hat der Film auch ein großes Problem: zu wenig Zeit. Mit 201 Minuten ist er schon deutlich länger wie die beiden anderen und doch fehlt ein Großteil der Szenen aus dem Trailer, was diesen wieder zu einer Art Mogelpackung werden lässt. Die Fans dürfen immerhin auf die Special Extended DVD Edition hoffen, die voraussichtlich im November 2004 erscheinen wird.

Doch trotz der vielen Kürzungen und obwohl sich Regisseur Jackson wieder sehr von der Buchvorlage entfernt hat, ist „Die Rückkehr des Königs“ ein unvergleichliches Kinospektakel. Grandiose Spezialeffekte, große Emotionen, überzeugende Darsteller und die größte Schlacht der Filmgeschichte kombiniert mit wunderschönen Landschaftsaufnahmen sowie der brillanten Filmmusik von Oscar-Preisträger Howard Shore, das ist (Fantasy-)Kino vom Allerfeinsten!

Die gewaltigen Schlachtszenen und die Stimmung sind absolut mitreißend und vermögen manchem Zuschauer sogar Tränen in die Augen zu treiben. Schauspielerisch herausragend sind diesmal Sean Astin als Frodos treuer Freund Sam, Billy Boyd als Pippin, der eine Entwicklung vom einfachen Hobbit zum verantwortungsbewussten Krieger durchmacht und John Noble als gebrochener Truchsess Denethor. Gegenüber dem zweiten Teil hat der dritte den schnitttechnischen Vorteil, dass meist nur zwischen zwei Handlungssträngen hin- und hergeschaltet werden muss. Das verleiht mehr Kontinuität als im Vorgänger. Die Kampfszenen sind zwar wieder rasend schnell geschnitten, doch bleibt es weiter fraglich ob eine Altersfreigabe ab 12 Jahren gerechtfertigt ist.

Alles in allem hat Peter Jackson mit dieser Trilogie sowohl Tolkien als auch sich ein filmisches Denkmal gesetzt und die Tür für weitere Fantasyfilme von diesem Ausmaß weit aufgestoßen. Jetzt fehlt dem bärtigen Kumpeltyp aus Neuseeland nur noch ein Oscar in seiner Sammlung, um zu den ganz Großen unter den Filmschaffenden zu gehören. Verdient hat er es ihn auf jeden Fall, widmete er doch akribisch sieben Jahre seines Lebens diesem Mammutprojekt.

Fazit: Grandioser Abschluss der Filmtrilogie mit bahnbrechenden Spezialeffekten, mitreißenden Schlachtszenen und einer bombastischen Filmmusik. Einer der besten, wenn nicht der beste Fantasyfilm aller Zeiten! 10/10.

Marius Joa, 21.12.2003

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