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Von Marius Joa. Publiziert am 22. September 2019

In Runde zwei nimmt die von Schauspieler/Autor/Regisseur Seth MacFarlane (“Family Guy”) ins Leben gerufene Scifi-Serie “The Orville” einen Kurswechsel in Richtung Ernsthaftigkeit vor. Ob das funktioniert?

 

Der Herr der Ringe – Die zwei Türme

Von Marius Joa. Publiziert am 22. Dezember 2002

Fantasy-Epos Neuseeland/USA 2002. Nach J. R. R. Tolkien. Regie: Peter Jackson. Musik: Howard Shore. 172 Minuten. FSK ab 12.

Besetzung:
Frodo: Elijah Wood
Gandalf: Ian McKellen
Aragorn: Viggo Mortensen
Sam: Sean Astin
Legolas: Orlando Bloom
Gimli/Baumbart: John Rhys-Davies
Pippin: Billy Boyd
Merry: Dominic Monaghan
Galadriel: Cate Blanchett
Gríma: Brad Dourif
Théoden: Bernard Hill
Saruman: Christopher Lee
Éowyn: Miranda Otto
Haldir: Craig Parker
Gollum/Sméagol: Andy Serkis
Arwen: Liv Tyler
Éomer: Karl Urban
Elrond: Hugo Weaving
Faramir: David Wenham
u.v.a.

Nach dem Riesenerfolg des ersten Teils “Die Gefährten” läuft seit letzten Mittwoch, 18.12.02, der Teil zwei von Peter Jacksons Verfilmung der Ringtrilogie von Tolkien, “Die Zwei Türme“ in den meisten Kinos weltweit, wie auch hierzulande.

Die Gefährten sind getrennt. Frodo und Sam treten den beschwerlichen Weg nach Mordor an, wo sie auf den zwielichtigen Gollum treffen, den einstigen Besitzer des Ringes, der ihn zu einem Schattenwesen werden ließ. In ihrer Gewalt, schwört Gollum, dass er die beiden Hobbits zum Schwarzen Tor führen wird.
Unterdessen jagen Aragorn, Legolas und Gimli die Uruk-Hai, die Merry und Pippin als Gefangene mit sich Richtung Isengard schleppen, über die Ebenen Rohans. Nach einem Angriff der Reiter Rohans unter Führung von Éomer, bei dem die Uruks alle getötet werden, gelingt Merry und Pippin unbemerkt die Flucht in den Fangorn-Wald. Dort treffen sie auf den wunderlichen Ent Baumbart. Nach einer Begegnung mit Éomer, der ihnen die hoffnungslose Lage des Landes schildert, erscheint den drei Jägern der wiedergekehrte Gandalf. Gemeinsam reiten die vier nach Edoras, in die Hauptstadt Rohans. Doch König Théoden, steht unter einem bösen Bann und hat seinen Neffen Éomer verbannt und vertraut nur noch den Ratschlägen seines Beraters Gríma Schlangenzunge. Saruman steht kurz davor, Rohan mit Krieg zu überziehen, um die Menschen dort allesamt zu vernichten. Nach seiner Heilung durch Gandalf befiehlt Théoden seinem Volk, in die Bergfestung Helms Klamm zu flüchten. Dort beginnt die Belagerung der Menschen durch ein riesiges Heer von Sarumans Uruk-Hai…
Sam bemerkt, dass der Ring immer mehr von Frodo Besitz ergreift. Vor dem Schwarzen Tor beobachten die Hobbits mit Gollum, wie Sauron Verbündete aus Osten und Süden zu sich nach Mordor lässt, um einen Krieg vorzubereiten. Das Schwarze Tor schließt sich. Doch Gollum weiß einen anderen Weg ins Land des Feindes…

Wer den ersten Teil „Die Gefährten“ für unübertreffbar hielt, wird in „Die Zwei Türme“ eines besseres belehrt. Auf den Zuschauer wird ein fesselndes und rasantes Spektakel losgelassen, das zum Ende hin mit der Schlacht von Helms Klamm seinen Höhepunkt hat. Wurde im ersten Teil noch viel Zeit für die Einführung der wichtigsten Charaktere benötigt, so haben diese nun Raum, sich zu entfalten und weiter zu entwickeln. Herausragend unter den Darstellern, deren schauspielerische Leistung hinter dem Kampfgetümmel etwas zurücktritt, sind John Rhys-Davies als Zwerg Gimli, dessen humorvolle Situationskomik den eher düsteren Film in angenehmer Weise auflockert und Andy Serkis, der dem komplett Computer generierten Wesen Gollum seine Stimme sowie die Bewegungsabläufe leiht. Gollum ist der heimliche Star des Films, sein zwielichtiger Charakter erweckt Mitleid und Staunen über die perfekte Kombination von visuellen Effekten und schauspielerischer Darbietung. Auch die anderen Figuren aus dem Computer, wie z.B. die Ents, wirken echt und lebendig.

Fans des Buches stoßen die Änderungen, die Peter Jackson vorgenommen hat, möglicherweise etwas sauer auf. Die bei den meisten Fans eher unbeliebte Liv Tyler taucht auch hier wieder als Arwen auf, aber in gut dosierter Form und nicht als Kriegerprinzessin wie angedeutet in Teil eins und von vielen Fans auch im zweiten Teil befürchtet. Die gravierendste Änderung betrifft den Charakter Faramir. Außerdem wurden einige Kapitel aus dem zweiten Band in den dritten Film, „Die Rückkehr des Königs“, der voraussichtlich am 17. Dezember 2003 starten wird, verschoben.
Wieder absolut bombastisch und unterstützend ist die Filmmusik von Oscar-Preisträger Howard Shore, die perfekt die unterschiedlichen Stimmungen und Szenen des Films untermalt.

Fazit: Ein wahrlich geniales Meisterwerk! Knapp drei Stunden im Kinosessel fühlt man sich in Tolkiens Mittelerde entführt. Völlig überwältigt von der Bilderflut kommt man aus dem Staunen kaum noch heraus und manchen Fans kommen Tränen der Freude beim Anblick dieses filmischen Epos. „Du kannst nicht vorbei!“, einer der ersten Sätze im Film, sagt es deutlich aus, man kann an diesem Film nicht mehr vorbei, wenn er einen in seinen Bann gezogen hat. Peter Jackson übertritt mit „Die Zwei Türme“ den hoch gelobten und mehrfach preisgekrönten ersten Teil um einiges und wird als Regisseur der besten Trilogie in die Filmgeschichte eingehen.

Bewertung: 10/10.

Marius Joa, 22.12.2002

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