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Viel Spaß!
Von Marius Joa. Publiziert am 30. November 2019

So wie Hollywood allgemein das Mainstreamkino weltweit beherrscht so dominieren Disney und Pixasr den Animationsfilm-Markt. Werke, die ohne große Studiopower entstehen, haben es da schwer. Umso schöner, dass Netflix dem französischen Beitrag “Ich habe meinen Körper verloren” eine großflächige Veröffentlichung ermöglicht hat.

 

Der verbotene Schlüssel

Von Johannes Michel. Publiziert am 27. August 2005

Thriller, USA 2005. FSK: Freigeben ab 16 Jahren. 104 Minuten.
Mit: Kate Hudson, John Hurt, Jen Apgar, Andreas Beckett, Joy Bryant, Ann Dalrymple, Justin Groetsch, David Jensen, Mark Krasnoff, Forrest Landis, Marcus McGregor, Madison McLee, Natalie McNeil, Party Guest, Jeryl Prescott, Jamie Lee Redmon, Gena Rowlands, Peter Sarsgaard, L.J. Stevens, Leah Stewart, Sydney Elle Wood. Regie: Iain Softley.

Da wäre noch mehr drin gewesen

In einem baufälligen, geheimnissvollen Anwesen in den Waldlandschaften des Louisiana Delta lebt ein altes, wunderliches Paar, das mindestens so viele Geheimnisse zu haben scheint, wie ihr historisches Haus. So kann es nicht ausbleiben, dass Caroline – als Pflegerin der beiden Senioren angestellt – bald jede freie Sekunde nützt, das wunderliche Anwesen zu erforschen. Dabei hilft ihr ein Dietrich (Skeleton Key), der ihr jede Türe öffnet – speziell jene, zu denen sie eigentlich keinen Schlüssel und keinen Zugang haben sollte. Ihre Neugier ist grenzenlos, bis sie einen geheimgehaltenen, verborgenen Raum entdeckt, der ein tödliches und schockierendes Geheimis verbirgt …

Caroline mit dem Schlüssel.

Mysteriöses Haus, dunkle Räume, ein verwilderter Garten – das alles erinnert doch sehr stark an bekannte und hundert Mal abgehandelte Horror-Leichtkost.

Weit gefehlt. Regisseur Iain Softley gelingt es, aus einer alten Idee einen ganz passablen Horrorfilm zu machen, der sich leider über weite Strecken etwas langatmig dahinschleppt, bis endlich wirkliche Spannung aufkommt.

Caroline (Kate Hudson) beschließt, ihren Beruf als Krankenschwester aufzugeben, da sie empfindet, nicht verstanden zu werden. Sie möchte Menschen helfen und nicht nur Sterbebegleitung vollziehen. Eine Zeitungsanzeige bringt sie schließlich in das Haus von Violet (Gena Rowlands) und ihrem Mann Ben (John Hurt), der kürzlich einen Schlaganfall erlitten hat und seitdem ein Pflegefall ist. Der erste, dem sie nach der Ankunft in der weitläufigen Villa des Ehepaares begegnet, ist Anwalt Luke (Peter Sarsgaard), der sich um die Erbangelegenheiten der Familie kümmert und im Film noch eine besondere Rolle spielen soll.

Schauspielerisch gesehen ist “Der verbotene Schlüssel” sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss, Kate Hudson liefert eine ordentliche Leistung ab und sowohl Gena Rowlands als auch John Hurt sind nahezu perfekt in ihrer Rolle platziert.

Nun zu den Problemen des Films: Spannung kommt leider erst nach etwa einer Stunde auf, bis dahin muss sich der Kinobesucher mit einigen wenigen kleineren Schockeffekten begnügen. Schade ist zudem, dass der Film zerschnitten wirkt. Seine Länge von 108 Minuten hätte sicherlich noch mal um eine halbe Stunde erweitert werden können, wäre die Anzahl der Schnitte etwas zurückgefahren worden. So sieht man leider selten einen realitätsnahen Ablauf der Geschichte. Beispiel: Caroline erschrickt auf dem Dachboden und findet sich Sekunden später in der Stadt mit ihrer Freundin wieder.

Fazit: “Der verbotene Schlüssel” hätte besser werden können. Die Story wirkt durchdacht, aber nicht konsequent ausgeführt. Daher 6 von 10 Punkten.


John Hurt als kranker Mann.

Was führt der Anwalt im Schilde?

Überzeugend in ihrer Rolle: Gena Rowlands.
Johannes Michel, 27. August 2005. Inhaltszusammenfassung: UIP

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