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Viel Spaß!
Von Marius Joa. Publiziert am 22. September 2019

In Runde zwei nimmt die von Schauspieler/Autor/Regisseur Seth MacFarlane (“Family Guy”) ins Leben gerufene Scifi-Serie “The Orville” einen Kurswechsel in Richtung Ernsthaftigkeit vor. Ob das funktioniert?

 

Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Von Marius Joa. Publiziert am 22. Juni 2004

Fantasyfilm USA/UK 2004. Regie: Alfonso Cuáron. Nach J. K. Rowling. 141 Minuten. FSK ab 12.
Darsteller: Daniel Radcliffe, Rupert Grint, Emma Watson, Robbie Coltrane, Julie Christie, Tom Felton, Michael Gambon, Gary Oldman, Alan Rickman, Maggie Smith, Timothy Spall, David Thewlis, Emma Thompson u.v.a.

Obwohl Harry seine fiese Tante verhext und damit gegen die Regeln von Hogwarts verstoßen hat, wird er zu Beginn des neuen Schuljahrs wie ein rohes Ei behandelt. Der Grund: Sirius Black, der Schwerverbrecher, der Harrys Eltern an Lord Voldemort ausgeliefert haben soll, konnte nach 12 Jahren aus dem ausbruchsicheren Gefängnis Askaban fliehen und nun will er Harry töten. Als Harry sich schließlich von einem schwarzen Hund verfolgt sieht und Professor Trelawney, die Lehrerin für Wahrsagerei, dies als Omen für Harrys sicheren Tod sieht, gerät die Welt des Zauberlehrlings aus den Fugen. Zu allem Überfluß spuken in Hogwarts auch noch die Dementoren, Wächter von Askaban, die Sirius Black finden sollen und jedem der ihnen zu nahekommt, das Leben allmählich entziehen. Harry und seine Freunde Ron und Hermine müssen wieder ihre ganze Kraft gegen das Böse aufbringen…

Nachdem er bei den ersten beiden Filmen Regie geführt hatte, überließ Chris Columbus beim dritten Teil aus privaten Gründen den Regiestuhl dem Spanier Alfonso Cuáron (“Große Erwartungen”). Dieser Schritt hat sich gelohnt, denn die Adaption des dritten Harry-Potter-Bandes präsentiert sich als reifere Verfilmung, die sich nicht wie die ersten beiden Teile sklavisch an die Buchvorlage klammert, sondern in weniger Zeit das wesentliche der Geschichte rüberbringt. Außerdem wird hier kein übertriebendes Effekte-Bombardement wie in den Vorgängern auf den Zuschauer losgelassen, sondern die Magie der Zaubererwelt sparsam und zweckmäßig eingesetzt. Der Film wirkt wie seine Hauptfigur erwachsener und reifer sowie etwas düsterer im Vergleich zu Teil 1 und 2. Außerdem schafft es Steven Kloves mit seinem Drehbuch den Kern des dritten Bandes herauszuarbeiten, ohne dabei die unnötigen Längen des Buches wiederzugeben. Natürlich verfügt auch dieser Film über eine erstklassige Besetzung, bei der sich britische Schauspielgrößen die Klinke in die Hand geben. Michael Gambon sieht seinem verstorbenen Vorgänger in der Rolle des Dumbledore, Richard Harris, so ähnlich, dass man fast keinen Unterschied erkennt. Als Gaststars sind diesmal Gary Oldman als verwahrloster Sirius Black, Julie Christie als Madame Rosmerta und Emma Thompson als überdrehte Wahrsagerei-Lehrerin Sybill Trelawney zu sehen. Trotz der „Reife“ des Films und der Freigabe ab 12 gibt es immer noch Elemente des Kinderfilms, die einem erwachsenen Zuschauer doch sehr nervig vorkommen wie hier die Charaktere Ron Weasley (Rupert Grint) und Draco Malfoy (Tom Felton), die zu klischeehaft und flach gestaltet sind. Wer mit Fantasy und Kinderfilmen generell wenig anfangen kann, wird auch hier nicht auf seine Kosten kommen.

Fazit: Gut zwei Stunden zauberhafte Kinounterhaltung für Buchkenner und auch jene, die mit den Romanen nicht vertraut sind. Eine hoffnungsvolle Steigerung im Vergleich zu den ersten beiden Teilen. 8/10.

Marius Joa, 22.06.2004

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