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Viel Spaß!
Von Marius Joa. Publiziert am 30. November 2019

So wie Hollywood allgemein das Mainstreamkino weltweit beherrscht so dominieren Disney und Pixasr den Animationsfilm-Markt. Werke, die ohne große Studiopower entstehen, haben es da schwer. Umso schöner, dass Netflix dem französischen Beitrag “Ich habe meinen Körper verloren” eine großflächige Veröffentlichung ermöglicht hat.

 

Hautnah

Von Marius Joa. Publiziert am 31. Januar 2005

Liebesdrama USA 2004. Regie: Mike Nichols. Nach dem Theaterstück von Patrick Marber.
Mit Julia Roberts, Jude Law, Natalie Portman und Clive Owen. 104 Minuten. FSK ab 12.

London. Auf dem Weg zur Arbeit lernt der erfolglose Schriftsteller Dan die junge Amerikanerin Alice kennen, als diese von einem Auto angefahren wird. Die beiden verlieben sich in einander. Einige Zeit später lernt Dan bei einem Fotoshooting für sein Buch die Fotografin Anna kennen und verliebt sich in sie. Dan bringt jedoch ungewollt Anna mit dem Dermatologen Larry zusammen. Eine etwas verworrene Vierecksgeschichte nimmt ihren Lauf…

Nach dem preisgekrönten Theaterstück des Briten Patrick Marber, der auch das Drehbuch schrieb, inszenierte Mike Nichols (Die Reifeprüfung) ein etwas verworrenes Beziehungsdrama mit exzellenter Starbesetzung. Erstaunlicherweise steht Julia Roberts in der Rolle der Fotografin Anna nicht im Vordergrund. Wenn sich überhaupt einer der vier Charaktere (außer Statistenrollen gibt es im Film nur diese) als Hauptfigur herauskristallisiert, so ist es Dan, gespielt von Jude Law. Natalie Portman überzeugt in der bisweilen freizügigen Rolle der jungen Amerikanerin Alice. Clive Owen beweist nach der Verkörperung eines sehr eindimensionalen Charakters in King Arthur seine schauspielerischen Fähigkeiten und schafft es, den Dermatologen Larry recht lebensnah darzustellen. Portman und Owen gewann kürzlich als beste Nebendarsteller jeweils einen Golden Globe und wurden auch für den Oscar nominiert.

Die Story ist wie ein Theaterstück aufgebaut. Zwischen einzelnen Szenen vergeht meist eine größere Zeitspanne und dies wird anschließend in den extensiven Dialogen erwähnt. Überhaupt ist der Film sehr dialoglastig. Wer prickelnde Liebes- bzw. Sexszenen erwartet, der wird enttäuscht, denn diese werden ausgeblendet und lediglich davon erzählt und das meist in direkter und recht tabuloser Sprache, die manchem Zuschauer vielleicht weniger zusagen wird. Und so bleibt auch die FSK-Freigabe ab 12 höchst fraglich.

Eins ist klar: “Hautnah” ist kein klassischer Hollywood-Liebesfilm mit Taschentuchverbrauchsgarantie, sondern eine Beziehungsgeschichte, die recht nachvollziehbar und fast aus dem Leben gegriffen wirkt.

Fazit: Leicht verworrenes Beziehungsdrama mit exzellenter Starbesetzung, das sich glücklicherweise vom Liebesschnulzeneinheitsbrei abhebt. 8/10.


Larry und Alice.

Anna und Larry.

Alice und Dan.

Dan und Anna.
Marius Joa, 31.01.2005

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