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Viel Spaß!
Von Marius Joa. Publiziert am 15. Juni 2019

Für Genre-Streifen kennt man Jim Jarmusch so überhaupt nicht. Ein paar Jahre nach seinem Vampirfilm “Only Lovers Left Alive” (2013) drehte der Indie-Kultregisseur aber eine Zombie-Komödie. In “The Dead Don’t Die” wird eine sehr überschaubare Kleinstadt urplötzlich von Untoten überfallen…

 

Heroes – Staffel 4

Von Marius Joa. Publiziert am 31. Dezember 2010

In den frühen Morgenstunden des 9. Dezember 2010 lief im deutschen Fernsehen die letzte Folge der komplexen Mysteryserie Heroes. Mit Schwerpunkt auf den letzten Episoden der unfreiwillig finalen vierten Staffel zieht Marius Joa Bilanz.

Heroes – Staffel 4 (Heroes: Season 4)
Mysteryserie USA 2009/10. 19 Folgen. TV-Erstaustrahlung: 1. September 2010.
Mit: Jack Coleman, Greg Grunberg, Robert Knepper, Ali Larter, James Kyson Lee,  Masi Oka, Hayden Panettiere, Adrian Pasdar, Zachary Quinto, Cristine Rose, Milo Ventimiglia u.v.a. Idee: Tim Kring.


Ende gut, alles gut

Samuel Sullivan (Robert Knepper), ein überaus charismatischer Mann, versammelt auf einem durch die USA ziehenden Jahrmarkt viele andere Menschen mit besonderen Fähigkeiten. Was er plant, wird erst nach und nach klar. Denn nur mit der geballten Energie anderer „Mutanten“ kann Samuel seine unvorstellbaren Kräfte entfalten, die ganze Städte dem Erdboden gleichmachen. Noah Bennet (Jack Coleman), ehemaliger Agent der „Firma“ und Adoptivvater der unverwundbaren Claire (Hayden Panettiere), ist dem potenziellen Erderschütterer bereits auf der Spur. Claire versucht unterdessen ein normales Leben am College zu führen und die Freundschaft zu ihrer Zimmergenossin Gretchen (Madeline Zima) zu vertiefen, was die alles andere als gewöhnlichen Umstände nicht gerade leichter machen.

Samuel zieht die Leute in seinen Bann.

Der japanische Held und Konzernerbe Hiro (Masi Oka) muss schon bald den Preis für seine Teleportier-Fähigkeit zahlen. Denn als bei ihm ein Gehirntumor diagnostiziert wird, erkennt Hiro, dass er nicht mehr lange zu leben hat. Wie andere geht auch er dem geheimnisvollen Samuel auf den Leim, der Hiro für seine Zwecke missbraucht. Während Peter Petrelli (Milo Ventimiglia) seine wechselnden Fähigkeiten nutzt, um als Sanitäter Menschenleben zu retten, muss sich Telepath Matt Parkman (Greg Grunberg) in seinem Kopf mit dem Serienkiller Sylar (Zachary Quinto) herumschlagen. Sehr zur Sorge von Petrelli-Mutter Angela (Cristine Rose) beginnt sich der in Nathan Petrelli (Adrian Pasdar) verwandelte Körper von Sylar bald darauf zu besinnen, dass etwas nicht mit ihm stimmt. Die taubstumme Krankenhausangestellte Emma (Deanne Bray) bemerkt, dass auch sie eine besondere Fähigkeit entwickelt hat: sie kann Schallwellen sehen.

Der letzte Vorhang für Heroes ist gefallen. Die stark an Comics angelehnte, mit einem komplexen Netz von Storylines und Charakteren ausgestattete US-Serie hat es nach einigen Schwächen doch zu einem fast perfekten Ende gebracht. Wenn auch nicht ganz beabsichtigt. Denn Serienerfinder Tim Kring und seine Co-Autoren hatten weitere Folgen geplant. Doch vor allem das schwindende Zuschauerinteresse und sicherlich auch die sehr hohen Produktionskosten von über drei Millionen Dollar pro Episode sorgten dafür, dass Heroes nach dem Ende der vierten Staffel nicht fortgesetzt wurde. Aber das ist nicht zum Nachteil der Story. Denn nach gravierenden Schwächen in der dritten Staffel kann die letzte Season vor allem im Endspurt wirklich überzeugen. Das liegt auch an Robert Knepper, der den charismatischen Samuel, eine der zentralen Figuren, wirklich sehr überzeugend spielt und mit der Zeit an Intensität zulegt.

Die letzten vier bis fünf Folgen sind mit das beste, was Heroes seit langem passiert ist, vielleicht sogar seit der herausragenden ersten Staffel. Im breit aufgestellten Finale werden die einzelnen Handlungselemente zu einem runden Ende gebracht. Seit langem hat die Mysteryserie nicht mehr so bewegt und in sich schlüssig gewirkt. Schade nur, dass RTL II sein ehemaliges Prestige-Projekt so massiv im Nachtprogramm verschwendet hat.

Natürlich gibt es im Laufe von Volume 5 hier und da wieder unnötige Wiederholungen, aber fast jeder der wichtigen Charaktere hat eine organische Entwicklung durchgemacht. Das einzige, was die Freude über das geglückte Finale etwas schmälert ist der Hinweisung auf die geplante Fortsetzung, die aber nicht folgen wird. Auch nicht in Form eines Fernsehfilms oder einer Miniserie, wie von den Machern angedacht. Das ist aber kein Problem. Heroes hätte vielleicht eine halbe Staffel früher enden können, aber im Nachhinein hat die Serie irgendwie genau zur richtigen Zeit aufgehört. Ende gut, alles gut.

Fazit: Bewegendes, wenn auch ungeplantes Ende einer großen TV-Serie, abgerundet von einem starken Finale. 8 von 10 Punkten.


Die gehörlose Emma sieht Schall

DVD-Features

Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch

Leider erscheint die letzte Staffel von Heroes in Deutschland in zwei Teilen auf DVD. Teil 1 (4.1) mit den ersten zehn Episoden kommt am 6. Januar 2011 in den Handel, Teil 2 (4.2) mit den übrigen neun Folgen am 3. März 2011. Das sieht wieder mal nach kräftiger Abzocke von Seiten des deutschen Verleihs aus.

Marius Joa, 31. Dezember 2010. Bilder: Universal.

Empfehlung
Weitere Staffeln von Heroes in der Kritik

Heroes: Staffel 1 (Volume 1) (10/10)
Heroes: Volume 3
(6/10)

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Rubrik DVD

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