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Viel Spaß!
Von Marius Joa. Publiziert am 18. August 2019

Nachdem ihr Auto liegen geblieben ist sucht ein junges Paar Zuflucht in einem geheimnisvollen Schloss, in dem schräge Gestalten hausen. Vorhang auf für “The Rocky Horror Picture Show”!

 

Superman II – Allein gegen alle

Von Marius Joa. Publiziert am 7. Oktober 2009

Der erste Superman-Kinofilm von 1978 bot zwar gigantische Szenen mit aufwändigen Trickeffekten, war aber vor allem im Nachhinein betrachtet auch aufgrund peinlich umgesetzter Charaktere recht enttäuschend. Zwei Jahre später folgte mit Superman II – Allein gegen alle die Fortsetzung. In wieweit dieser zweite Teil besser ist, weiß Marius Joa.

Superman II – Allein gegen alle (Superman II)
Comicverfilmung UK 1980. FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. 122 Minuten (PAL-DVD).
Mit: Christopher Reeve, Gene Hackman, Ned Beatty, Jackie Cooper, Sarah Douglas, Margot Kidder, Jack O’Halloran, Valerie Perrine, Susannah York, Terence Stamp u.v.a. Regie: Richard Lester, Richard Donner. Nach Charakteren von Joe Shuster und Jerry Siegel.

Starke zweite Hälfte

Wo immer Menschen in Not sind, Superman (Christopher Reeve) ist zu Ihrer Rettung da. Oft rettet er auch seine alte Freundin, die rasende Reporterin Lois Lane (Margot Kidder), da diese sich gerne in Schwierigkeiten bringt. Als vertrottelter Clark Kent mischt sich der Allmächtige unter die Menschen. Irgendwann kommt Lois aber hinter das Geheimnis um Superman/Clark und gesteht dabei ihre Liebe. Superman fasst einen schweren Entschluss. Für eine gemeinsame Zukunft mit Lois opfert er seine Kräfte. Dies passiert zum ungünstigsten Zeitpunkt, denn drei verurteilte Gewalttäter von Supermans explodiertem Heimatplaneten Krypton terrorisieren die USA und hinterlassen eine Spur der Verwüstung. Deren Anführer General Zod (Terence Stamp) will als Vergeltung für die Verurteilung durch Supermans Vater Jor-El dessen Sohn unterwerfen. Und ausgerechnet der ebenfalls aus dem Gefängnis ausgebrochene Lex Luthor (Gene Hackman) weiß, wo sich Supermans kristallenes Versteck befindet…

Lois und Clark.

Trotz seines Erfolges bei Kritikern und seiner Vorreiterrolle im Genre der Comicverfilmung entpuppte sich Superman – Der Film (1978) als mitunter recht peinliche Enttäuschung. Der Inszenierung fehlte es an Timing und zu viele Charaktere wirkten peinlich oder zu plump. Die Fortsetzung von 1980 konnte fast nur besser werden. Doch bevor Superman II überhaupt in die Kinos kam, machte die Produktion des Films massive Schlagzeilen.

Eigentlich hatte Richard Donner bei den Dreharbeiten von Teil 1 schon viele Szenen für den zweiten Film gedreht. Im Grunde war mehr als die Hälfte des gewünschten Materials im Kasten und nur einige großräumige und aufwendige Aufnahmen standen noch aus. Doch nachdem er sich mit den Produzenten überworfen hatte, wurde Richard Donner als Regisseur gefeuert und durch Richard Lester ersetzt. Damit Lester im Abspann als Regisseur genannt werden durfte, musste er nach den Regeln der amerikanischen Regisseur-Gilde mehr als die Hälfte des Films gedreht haben. Und so inszenierte Lester nicht nur die noch fehlenden Szenen, sondern drehte auch einige bereits von seinem Vorgänger vollendeten Sequenzen neu. Marlon Brando, der im ersten Teil Supermans Vater Jor-El gespielt hatte, verklagte die Produzenten auf eine größere Gewinnbeteiligung, wobei er allein für seinen eher kleinen Part in ersten Teil bereits mehr als fürstlich entlohnt wurde. Die für Teil 2 geplanten Szenen mit Jor-El wurden wegen des Rechtsstreits mit Brando nicht verwendet.

Trotz einer problematischen Produktion entpuppt sich Superman II als massive Steigerung zum eher peinlichen Vorgänger. Während die erste Hälfte noch eher belanglos wirkt, so kann der Film dank einer spannenden zweiten Halbzeit halbwegs überzeugen. Die Konstellation, dass Superman gegen drei Gegner kämpfen muss, die mit ihm alle erdenklichen Superkräfte gemein haben, ist sowieso das bisher beste Plot-Element, das ein Superman-Film je hatte. Hinzu kommt, dass Terence Stamp als General Zod, der Anführer der Abtrünnigen von Krypton ist, als Bösewicht überraschenderweise nicht überzeichnet ist und durch seine finstere Ausstrahlung glänzt.

Parallel zum Kinostart von Superman Returns im Sommer 2006 veröffentlichte Richard Donner, der gefeuerte Regisseur den so genannten Richard Donner Cut von Superman II. Für diese Alternativversion bearbeitete Donner sämtliches auffindbares Filmmaterial der von ihm gedrehten Szenen und kombinierte diese mit wenigen von seinem Nachfolger Richard Lester inszenierten Sequenzen, so dass am Ende ein kompletter Film herauskam. Diese Fassung ist im englischen Original auf DVD erhältlich. Auch die nicht verwendeten Szenen von Marlon Brando als Jor-El sind hier zu sehen.

Fazit: Halbwegs gelungener Superhelden-Blockbuster, der durch seine starke zweite Hälfte den recht peinlichen ersten Teil beinahe vergessen lässt. 6 von 10 Punkten.


Die Bösen von Krypton: Non, General Zod, Ursa.

Superman, der strahlende Held.

Zur DVD

Superman II gibt es in vier DVD-Ausfertigungen:

Als Single Disc, zusammen mit dem ersten Teil in einer Box, als 3 DVD-Fassung zusammen mit dem alternativen Richard Donner Cut (siehe Bild rechts) und in der ultimativen Superbox mit Superman, Superman III, Superman IV, The Richard Donner Cut und Superman Returns (2006).

Marius Joa, 7. Oktober 2009. Bilder: Warner.

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