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Viel Spaß!
Von Marius Joa. Publiziert am 7. November 2019

Jetzt wo sich der Staub gelegt hat, wird es Zeit für meine ausführliche Kritik zur finalen Staffel von “Game of Thrones”, der TV-Adaption von George R.R. Martins Fantasy-Saga “Das Lied von Eis und Feuer”.

 

Asterix und die Wikinger

Von Marius Joa. Publiziert am 25. April 2006

Nach zwei Spielfilmen kommt endlich wieder ein gezeichneter Asterix-Film in die Kinos. Marius Joa und Johannes Michel waren in der Schweiz und haben die eigens synchronisierte schweizer-deutsche Fassung gesehen.

Zeichentrickfilm Frankreich/Dänemark 2006. Regie: Stefan Fjeldmark und Jesper Mǿller.
Nach den Comics von René Goscinny und Albert Uderzo. 78 Minuten. FSK ab 6.
Deutsche Sprecher: Christian Tramitz (Asterix), Tilo Schmitz (Obelix), Smudo (Grautvornix), Dieter Hallervorden (Kryptograf), Götz Otto (Olaf), Nora Tschirner (Abba) u.v.a.

Neulich im belagerten Gallien: Wikinger, Abba, SMS und Stagediving

Asterix und Obelix kommt eine besondere Aufgabe zu: Sie sollen Grautvornix, den Neffen von Chef Majestix, zu einem richtigen Krieger machen. Nur leider gestaltet sich das etwas schwierig, da Grautvornix eher auf Breakdance und Stagediving steht, aber trotzdem ein Angsthase in Perfektion ist. Zeitgleich haben die Wikinger im hohen Norden mit einem echten Problem zu kämpfen: Ihre Feinde flüchten vor ihnen und so können sie diese nicht mehr ausrauben. Laut Druiden Kryptograf verleiht Angst Flügel, die die Wikinger aber nicht kennen. Er rät ihnen daher, einen Meister der Angst zu finden, um wieder der Flucht der Feinde zuvorzukommen. Laut einer „Prophezeiung“ soll sich dieser Meister in Gallien befinden. Und wie es der Zufall so will, fällt ihnen bei ihrer Gallienexkursion Grautvornix in die Hände …

Spielen leider kaum eine Rolle: die Römer.

In der langen Tradition der Asterix-Zeichentrickfilme seit 1967 ist “Asterix und die Wikinger” nun schon der achte. Auch wenn er mit Sicherheit nicht mehr den Charme der ersten Filme versprühen kann, sollte er auf keinen Fall als müder Abklatsch gesehen werden.

Zugrunde liegt der Comic “Asterix und die Normannen” von Goscinny und Uderzo. Keineswegs wird sich in der Vorlage aber ein Vogel finden, der SMSix heißt und Liebesbotschaften an die jungen Damen im Dorf versendet. Grautvornix wird auch kaum zu „Get down on it“ abgetanzt haben. Die Macher versuchen also eindeutig, den Film ans heutige Publikum anzupassen, was allerdings endgültig einen Rückbezug auf früheren Charme vernichtet.

Die Figuren sind zwar nach wie vor sehr schön animiert, allerdings gibt’s einige Probleme mit den Hintergründen, die unbeweglich, ja fast steril wirken. Insgesamt ist aber äußerst positiv zu vermerken, dass wir in letzter Zeit wenige von Hand gezeichnete Produktionen gesehen haben, die diese Qualität aufweisen.

Einen Großteil der Geschichte nimmt die Liebe zwischen Grautvornix und Abba, der Tochter des Wikingerchefs, ein. Dubios wirkt nur, dass beide nicht nur aufgrund der Animation wie Kinder wirken und wir daher eine bis zur Hochzeit gehende Liebesgeschichte nicht gutheißen können.

Fazit: Sympathischer Asterix-Film mit einem wie immer wilden, Häuser nieder walzenden Obelix und natürlich den „alten Freunden“, den Piraten, die sich nicht nur einmal in der Opferrolle wiederfinden. Vielleicht auch aufgrund der schweizer-deutschen Fassung: 7 von 10 gallischen Wildschweinen.


Entdecken ihre Liebe: Grautvornix und Abba.
Marius Joa und Johannes Michel, 25. April 2006. Bilder: Universal (Buena Vista)

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