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Von Marius Joa. Publiziert am 8. September 2019

Ed Wood (1924-1978) gilt gemeinhin als der schlechteste Regisseur aller Zeiten. Vor 60 Jahren erschien sein “Opus Magnum”: der Alien-Horror-Streifen “Plan 9 from Outer Space”…

 

Mission: Impossible – Phantom Protokoll

Von Marius Joa. Publiziert am 18. Dezember 2011

Alle (paar) Jahre wieder kommt das Cruise-Kind auf die Leinwand nieder, wo unmögliche Missionen sind. Steht auch ihm zur Seite, ein neues Team, das es treu ihn halte, an der lieben Hand…

 

Mission: Impossible – Phantom Protokoll (Mission: Impossible – Ghost Protocol)
Agententhriller USA 2011. Freigegeben ab 12 Jahren. 132 Minuten. Kinostart: 15. Dezember 2011.
Mit: Tom Cruise, Jeremy Renner, Paula Patton, Simon Pegg, Michael Nyqvist, Vladimir Mashkov, Léa Seydoux u.v.a. Regie: Brad Bird. Drehbuch: Josh Applebaum und André Nemec. Nach der TV-Serie Kobra, übernehmen Sie von Bruce Geller.

 

Rasant und spannend

Nachdem er gerade aus einem Gefängnis in Russland ausgebrochen ist, erlebt IMF-Agent Ethan Hunt (Tom Cruise) die Explosion einer Bombe im Moskauer Kreml aus nächster Nähe. Der zuständige Staatssekretär (Tom Wilkinson) teilt Ethan mit, dass das IMF für den Anschlag verantwortlich gemacht wird und das sog. „Phantom Protokoll“ in Kraft tritt, nach welchem Kenntnis über die Einsätze der Agenten geleugnet werden. Hunt und sein Team, bestehend aus Jane Carter (Paula Patton), Computerfreak Benji Dunn (Simon Pegg) sowie dem undurchsichtigen Analysten William Brandt (Jeremy Renner), sind nun auf sich allein gestellt. Bei ihren Ermittlungen stoßen sie auf einen schwedisch-russischen Physiker (Michael Nyqvist), der mit einem perfiden Plan die USA und Russland in einen Atomkrieg stürzen will…

1996 gelang mit Mission: Impossible von Regisseur Brian de Palma ein gelungener, doppelbödiger Agententhriller, der mit seinem Storyverlauf leider die Fans der gleichnamigen Originalserie (im deutschen bekannt als Kobra, übernehmen Sie) verärgerte. Für Teil 2 (2000) holte man sich den Hongkongchinesen John Woo an Bord, der ein schön anzusehendes, aber seelenloses Kawumm-Spektakel lieferte. Mit dem dritten Teil von J. J. Abrams gelang im Jahre 2006 wieder ein solider, wenn auch nicht bahnbrechender Actionthriller, doch die Einspielergebnisse entsprachen nicht den Erwartungen des Studios.

Mit dem vierten Teil soll nun alles wieder besser werden. Während sich der vielfach beschäftigte J. J. Abrams (Fringe, Super 8, Star Trek II) mit einem Platz im Produzententeam neben Hauptdarsteller Tom Cruise begnügte, verpflichtete man als Regisseur Brad Bird, zu dessen bisherigen Arbeiten u.a. die herausragenden Pixar-Animationsfilme The Incredibles und Ratatouille gehören. Für Bird bedeutet Mission: Impossible – Phantom Protokoll sein Realfilmdebüt.

Und überraschenderweise gelingt mit dem vierten Teil, der bewusst keine Zahl im Titel hat, ein gelungener Agententhriller und der beste Film seit dem ersten Mission: Impossible. Auch wenn Tom Cruise hier zum x-ten Mal den „Running Man“ gibt und Logik in der hübsch zurechtkonstruierten Story nicht zwangsläufig greift, so überzeugt die rasante und spannende Inszenierung, die auch die in oder andere Überraschung bereithält.

Wie man es sonst fast nur in einem James Bond-Film kennt, wird der Zuschauer hier auf eine kleine Reise um die Welt mitgenommen, mit beeindruckenden Locations. Nach einem kurzen Abstecher in die ungarische Hauptstadt Budapest, geht es nach Moskau, von dort aus nach Dubai und schließlich nach Mumbai. In Dubai ließ es sich Tom Cruise nicht nehmen, ohne Stuntdouble in waghalsiger Höhen, am höchsten Gebäude der Welt, dem 830 Meter hohen Burj Khalifa, herumzuklettern. Sein Faible für halsbrecherische Kletterpartien zeigte Cruise bereits in M:I II und M:I III.

Mission: Impossible – Phantom Protokoll ist aber eben keine reine One-Man-Show für Hollywoods Scientologen Nr. 1. Zugegeben, der Bösewicht, gespielt von Michael Nyqvist (Millennium-Trilogie), hat nicht viel zu sagen und bleibt daher eher blass. Dafür wird Ethan Hunts Team in den Fokus gerückt. Benji Dunn (Simon Pegg, bekannt aus Star Trek und Hot Fuzz) ist nun nicht mehr nur der Computer-Nerd, sondern auch unverzichtbarer Bestandteil bei Außeneinsätzen. Und der neue im Team, Brandt (Jeremy Renner), soeben noch Analyst im Innendienst, muss sich seine Rolle in der Gruppe noch erkämpfen. Jane Carter (Paula Patton), die toughe Frau im Team, ist da schon etwas zurückhaltender charakterisiert.

Vor allem das Zusammenspiel zwischen Pegg und Renner (Tödliches Kommando) bringt dem Film die nötige Portion Humor, damit das ganze Machwerk nicht allzu ernst wird. Als Zuschauer dankt man es Regisseur und Crew auch, dass auf unnötiges 3D und wackelige Handkamera verzichtet wurde und stattdessen einige optisch eindrucksvolle Sequenzen mit IMAX-Kameras gedreht wurden.

Zwar nimmt „Phantom Protokoll“ inhaltlich Bezug zu den ersten drei Filmen (vor allem zum dritten) aber die Produzenten sehen den Streifen als Neustart. Sollte Tom Cruise irgendwann aus der Reihe aussteigen wollen, stünde Jeremy Renner in seiner Rolle als Brandt quasi als Nachfolger bereit.

Fazit: Rasant, spannend und eindrucksvoll fotografiert. Gelungener Agententhriller. So könnte es eigentlich weitergehen. 7 von 10 Punkten.

 

 Ethan, Jane, Benji und Brandt
 Auch Benji greift zur Waffe

 

 

Marius Joa, 18. Dezember 2011. Bilder: Paramount.

 

 

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