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Viel Spaß!
Von Marius Joa. Publiziert am 7. November 2019

Jetzt wo sich der Staub gelegt hat, wird es Zeit für meine ausführliche Kritik zur finalen Staffel von “Game of Thrones”, der TV-Adaption von George R.R. Martins Fantasy-Saga “Das Lied von Eis und Feuer”.

 

Shine A Light

Von Marius Joa. Publiziert am 19. April 2008

Die Rolling Stones rocken ihr Publikum, diesmal auch im Kino. Denn Oscar-Preisträger Martin Scorsese hat ein Konzert der Stones in New York auf die Leinwand gebracht.

Shine A Light
Konzertfilm USA/UK 2008. FSK: Ohne Altersbeschränkung. 122 Minuten. Deutscher Kinostart: 4. April 2008.
Mit: Mick Jagger, Keith Richards, Charlie Watts, Ronnie Wood, Martin Scorsese, Christina Aguilera, Jack White u.v.a. Regie: Martin Scorsese.

Rock ’n’ Roll pur

Seit 1962 gibt es die Rolling Stones, die älteste und für viele auch beste Rockband der Welt. Auch wenn die Idee nicht neu ist, so machte sich der für seine Vielfältigkeit bekannte Regisseur Martin Scorsese an die Produktion eines Konzertfilms. Bereits 2003 hatte der Oscar-Preisträger die siebenteilige Musik-Dokumentation The Blues produziert. 2005 lieferte Scorsese zudem eine über 200 Minuten lange Doku über Folk-Legende Bob Dylan.

Gedreht wurde der nach dem Song Shine A Light benannte Film am 29. Oktober und 1. November 2006 bei zwei Konzerten im Beacon Theater zu New York. Die Show wurde nicht, wie gewöhnlich mit vier oder fünf Kameras, sondern mit 14 (!) gefilmt. Und als Kameraleute holte sich Scorsese die Fachleute Robert Richardson (Aviator), John Toll (Last Samurai), Andrew Lesnie (Der Herr der Ringe), Emanuel Lubezki (Sleepy Hollow) und Robert Elswit (There Will Be Blood). Die Starbesetzung beschränkt sich also nicht nur auf die auftretende Band. Als Gaststars auf der Bühne fungieren Christina Aguilera, Jack White und der Gitarrist Buddy Guy.

Naturgewalt Mick Jagger.

Der Film dokumentiert zu Beginn, teilweise in Schwarz-Weiß, die Vorbereitungen eines Auftritts. Während Jagger als Kopf der Band sich Gedanken macht, welche Songs zur Auswahl stehen, wartet Scorsese nervös auf die Setlist. Denn der Regie-Altmeister will die Kameras für die einzelnen Songs richtig positionieren und abstimmen. Schließlich hält er die Setlist dann doch noch in den Händen, Sekunden vor dem Konzerts.

Dann geht es richtig los und die Stones zeigen, was sie können. Zwei Stunden lang Rock ’n’ Roll (fast) pur. Während sich die Herren Watts, Wood und Richards vor allem instrumental hervortun, zeigt Sänger und Frontmann Mick Jagger, dass er trotz fortgeschrittenen Alters auf der Bühne immer noch ein höchst bewegliches Energiebündel ist. Wie eine Naturgewalt fegt der damals 63jährige (und ab Juli 65jährige) durch die Gegend und weiß auch im engen Tanz mit der über 35 Jahre jüngeren Christina Aguilera zu überzeugen. Das Motto „Sex and Drugs and Rock ’n’ Roll“ mag zwar bei der Band (und vor allem bei Keith Richards) seine Spuren hinterlassen haben, doch noch immer verstehen es die vier Rock-Opas eine mehr als ordentliche Show zu bieten und ihre Fans zu beglücken. Und kaum ein langsamer Titel wird gespielt, sondern fast nur die schnellen Rocksongs kommen zum Einsatz.

Unterbrochen wird das Konzert lediglich von kurzen Interview-Schnipseln aus den Archiven, von uraltem Material aus der Frühzeit der Stones, bis zu neueren Ausschnitten. Dies ist natürlich u.a. dabei hilfreich, die Zuschauer, die keine echten Fans der Rolling Stones sind, bei Laune zu halten. Und eine Atempause zwischendrin kann sicher der ein oder andere Fan auch gut gebrauchen. Dass sich Shine A Light technisch als fast perfekt präsentiert, dürfte eigentlich klar sein. Für alle, die vom cineastischen Musikerlebnis nicht genug bekommen, gibt’s die CD zum Film im Handel.

Fazit: Energiegeladener Konzertfilm, ergänzt durch unterhaltsames Interview-Material. Für Stones-Anhänger Pflicht, für alle anderen sehenswert. 7 von 10 Punkten.

Marius Joa, 19. April 2008. Bilder: Kinowelt.

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