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Viel Spaß!
Von Marius Joa. Publiziert am 27. September 2020

In “Killing Gunther”, dem Regiedebüt des Schauspielers und Comedians Taran Killam, trommelt ein aufstrebender Auftragskiller eine Gruppe von Kollegen zusammen, um die Nummer Eins im Hitman-Business zu liquidieren.

 

Private Practice

Von Lena Stadelmann. Publiziert am 21. Februar 2008

Am vergangenen Mittwoch startete auf Pro Sieben die vierte Staffel der US-Erfolgsserie Grey’s Anatomy. Schmerzlich vermisst wurde dabei Addison Montgomery, die Ex-Frau von Derek Shepherd. Doch die Sehnsucht nach der schlagfertigen Neonatologin wurde schon eine Stunde später gestillt: ebenfalls auf ProSieben lief das Grey’s Anatomy-Spin-Off Private Practice an, das die Geschichte von Addison jenseits des Seattle Grace weitererzählt.

Private Practice
Arztserie, USA seit 2007. Mit: Kate Walsh, Timothy Daly, Audra MacDonald, Paul Adelstein, Amy Brenneman, Taye Diggs, Chris Lowell u.a. Idee: Shonda Rhimes

California, here we come!

Lang ist es her, dass Addison Montgomery-Shepherd (Kate Walsh) von New York nach Seattle kam, um ihren Ex-Mann Derek zurück zu gewinnen, nachdem der sie wegen eines Seitensprungs ihrerseits verlassen hatte. Doch sie muss erkennen, dass ihr Ex-Mann sich nicht nur mit einer anderen Frau namens Meredith Grey getröstet, sondern sich auch in sie verliebt hat. Als schließlich Mark Sloan, Addisons Seitensprung und Dereks ehemals bester Freund, ebenfalls nach Seattle kommt um seinerseits Addison für sich zu gewinnen, lässt sie sich kurzzeitig auf den notorischen Fremdgeher ein, um schließlich zu merken, dass sie sich vielmehr zu ihrem Assistenzarzt Alex Karev hingezogen fühlt. Alex, der durchaus Interesse an Addison hatte, verliebt sich jedoch genau zu dem Zeitpunkt, als Addison sich auf ihn einlassen will, in eine seiner Patientinnen und fügt Addison eine weitere Enttäuschung in Sachen Männer zu. Als sie schließlich außerdem den erhofften Chefposten in der Chirurgie des Seattle Grace nicht erhält, beschließt sie, ihr Leben zu ändern und besucht ihre Studienfreundin Naomi in L.A.

Die Macher von Grey’s Anatomy um Shonda Rhimes haben ihr Spin-Off Private Practice in einer Doppelfolge der „Mutterserie“ angelegt – ein kluger Schachzug, um der neuen Serie schon vor der ersten Episode eine Zuschauerschar zu sichern und die Charaktere vorzustellen. Inhalt dieser Doppelfolge ist die Reise zu Naomi (Audra MacDonald), die Addison eigentlich nur unternimmt, weil ihre Freundin Expertin für künstliche Befruchtung ist und Addison zu einem Kind verhelfen soll. In Naomis Praxis, der „Oceanside Wellness Group“, arbeiten außerdem Naomis von ihr getrennt lebender Mann Sam (Taye Diggs), der als Internist tätig ist, die Psychologin Violet Turner (Amy Brenneman), der Kinderarzt Cooper Freedman (Paul Adelstein) und Pete Wilder (Timothy Daly), der als Alternativmediziner praktiziert. Addison fühlt sich in L.A. wohl, freundet sich mit den anderen Ärzten an und versucht zwischen Naomi und Sam zu vermitteln, bis ihr Naomi die enttäuschende Nachricht mitteilt, dass die Untersuchungen für die künstliche Befruchtungen ergeben haben, dass Addison unfruchtbar ist. Addison will sich daraufhin wieder auf den Rückweg nach Seattle machen, als ihr Naomi die frei gewordene Stelle als Gynäkologin in ihrer Praxis anbietet. Addison fährt zwar zurück ans Seattle Grace, doch die Aussicht auf einen Neuanfang im sonnigen Kalifornien erscheint ihr zunehmend verlockender, weshalb sie Seattle schließlich endgültig verlässt.

Die erste Episode von Private Practice beginnt aufgrund dieser Vorgeschichte ohne große Erläuterungen direkt mit Addisons erstem Arbeitstag – und der Erkenntnis, dass Naomi sie eingestellt hat, ohne die anderen Ärzte der Gemeinschaftspraxis zu informieren. Im Lauf der Folge schafft es Addison jedoch mit einer komplizierten Geburt, allen zu beweisen wie hilfreich und teilweise unabdingbar eine erfahrene Chirurgin und Gynäkologin sein kann. Parallel zu dieser Geburt werden zwei weitere Patientengeschichten erzählt: eine Story dreht sich um eine Patientin von Violet, deren psychisches Problem sie mithilfe von Cooper herausfindet, während die andere Geschichte um die Samenspende eines Toten das verkrachte Ehepaar Sam und Naomi zur Zusammenarbeit zwingt.

Der Aufbau der Episoden ähnelt also dem von Grey’s Anatomy: es gibt mehrere Patienten, die häufig Bezüge zu den jeweiligen Gemütszuständen der behandelnden Ärzte haben. Doch dem Spin-Off fehlt zumindest in der ersten Folge noch das gewisse Etwas des Originals – die Hektik eines riesigen Krankenhauses, das den Ärzten jegliches Privatleben nimmt und zum absoluten Mittelpunkt der Serie wird. Private Practice kommt zu Beginn nur langsam in Fahrt und es bleibt zu hoffen, dass Shonda Rhimes ihr dramatisches Können noch eindrucksvoll beweist. Bislang gibt es aufgrund des Autorenstreiks in den USA nur neun Episoden und es ist noch unklar, ob nun nach dem Ende des Streiks noch Folgen nachproduziert werden, doch eine zweite Staffel für Herbst 2008 ist bereits bestellt. Die Quoten für die deutsche Ausstrahlung der ersten Folge waren sehr gut, was vielleicht nicht nur an dem starken Vorprogramm mit Desperate Housewives und Grey’s Anatomy liegt, sondern auch am Schauspielensemble. Deutschen Serienfans ist neben Kate Walsh als Addison Montgomery auch noch Amy Brenneman als Richterin aus der Serie „Für alle Fälle Amy“ und Paul Adelstein bekannt, der in Prison Break Agent Kellerman spielt.

Fazit: Ein Spin-Off mit Potential, das allerdings noch lange nicht an die Qualität von Grey’s Anatomy heranreicht. 6 von 10 Punkten.


Die Ärzte des Oceanside Wellness Centers.

Lena Stadelmann, 21. Februar 2008. Bilder: ABC

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