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Von Marius Joa. Publiziert am 11. Juli 2018

Bei den allgegenwärtigen Debatten um Migration und Integration zeigt ein kleiner Film von der Grünen Insel, dass alles vielleicht doch nicht immer so kompliziert sein muss: “Halaleluja – Iren sind menschlich”.

 

Blumen des Schreckens

Von Marius Joa. Publiziert am 10. März 2012

Mehr oder minder zufällig gelang die Vieraugen-Redaktion in den Besitz der DVD von Blumen des Schreckens. Der reißerische Titel verspricht ein ultimatives Filmerlebnis für Trash-Fans. Doch wie viel B-Movie-Charme versprüht die Killer-Flora wirklich?

 

Blumen des Schreckens (Day Of The Triffids)
Horror/Katastrophenfilm UK 1962. FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. 90 Minuten (PAL-DVD).
Mit: Howard Keel, Janette Scott, Nicole Maurey, Kieron Moore, Janina Faye u.v.a. Regie: Steve Sekely, Freddie Francis. Nach dem Roman Die Triffids von John Wyndham.

 

Von Meteoritenschauern, Blinden und Killerpflanzen

Wegen einer komplizierten Augen-Operation liegt der Marine-Offizier Bill Masen (Howard Keel) in einem Londoner Krankenhaus. Seine Augen sind verbunden. So kommt, dass Bill das Schauspiel eines nächtlichen Meteoritenschauers nicht sieht. Am nächsten Morgen sind alle Menschen, die den Meteoritenschauer erblickt haben, blind und auf der ganzen Welt bricht das Chaos aus. Bill rettet das Mädchen Susie (Janina Faye), das ebenfalls sehen kann, und nimmt sich ihrer an. Die Erblindung fast aller Menschen ist allerdings nicht das einzige Problem. Durch den Meteoritenschauer auf der Erde verbreitete außerirdische Sporen sind Fleisch fressende Pflanzen (Triffids) mutiert und greifen nun Menschen an. Bill und Susie fliehen nach Frankreich und kommen bei der ebenfalls sehenden Madame Durrant (Nicole Maurey) unter, bis ihr Anwesen von einer Horde Triffids angegriffen wird. Währenddessen muss sich auch das Wissenschaftler-Ehepaar Karen (Janette Scott) und Tom Goodwin (Kieron Moore) in einem abgelegenen Leuchtturm der Killerpflanzen erwehren.

 Angriff der Killerpflanzen!

Der 1951 erschienene Roman Day Of The Triffids (dt. Titel Die Triffids) des britischen Autors John Wyndham (1903-1969) handelt von einer Pflanzenart namens „Triffids“, aus denen Öl gewonnen wird. Nach einem Meteoritenschauer erblindet fast die gesamte Weltbevölkerung und verliert daher die Kontrolle über die Triffids. Die gefährlichen Fleisch fressenden Pflanzen greifen Menschen an, weil sie Nahrung benötigen.

1962 erschien eine Verfilmung des Romans in den britischen Kinos, in Deutschland 1963 unter dem etwas irreführenden Titel Blumen des Schreckens. Der Film vereinfacht das Szenario. Der Meteoritenschauer führt hier nicht nur zur kollektiven Erblindung, sondern kommen durch ihn außerirdische Sporen auf die Erde, die aus Fleisch fressenden Pflanzen gefräßige Ungeheuer werden lassen. Trotz dieser Vereinfachung der Ausgangssituation kann man Blumen des Schreckens nicht als trashiges B-Movie abtun, das zum Großteil daraus besteht, dass billig gemachte Monster schreiende Frauen angreifen. Nein, dieser Film hat mehr zu bieten.

Zum einen wirken die Effekte selten wirklich schwach, sondern bestenfalls angestaubt. Außerdem ist die britische Produktion vielmehr Sozialstudie als Horrorfilm, die über weite Strecken zu überzeugen weiß. Was würde man tun, wenn man plötzlich im Gegensatz zu den meisten Menschen noch sehen könnte? Den blinden Mitmenschen helfen und sich eventuell von ihnen vereinnahmen lassen oder allein ums nackte Überleben kämpfen?  Die Killerpflanzen spielen zeitweise nur die Nebenrolle in diesem Katastrophenszenario und das ist auch gut so.

Das Hauptproblem des Films ist sein schwaches Ende. Die Lösung, wie man der Killerpflanzenplage schließlich beikommt, ist zu einfach. Außerdem scheint hinterher alles in Ordnung zu sein, obwohl fast alle Menschen weiterhin blind sind. So ein „Happy End“ wirkt extrem platt.

Day Of The Triffids wurde übrigens noch zweimal von der BBC verfilmt, 1981 als sechsteilige Miniserie und 2009 als aufwändiger TV-Zweiteiler mit dem treffenderen deutschen Titel Die Triffids – Pflanzen des Schreckens. Letzterer ist seit Herbst 2011 auch auf DVD erhältlich und lief aktuell auf Pro Sieben.

Fazit: Streckenweise gelungenes Katastrophenszenario mit schwachem Ende. 5 von 10 Punkten.

 

 


Bill, Susan und Madame Durrant fliehen

 

 

Marius Joa, 10. März 2012. Bilder: KSM.

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