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Viel Spaß!
Von Marius Joa. Publiziert am 30. November 2019

So wie Hollywood allgemein das Mainstreamkino weltweit beherrscht so dominieren Disney und Pixasr den Animationsfilm-Markt. Werke, die ohne große Studiopower entstehen, haben es da schwer. Umso schöner, dass Netflix dem französischen Beitrag “Ich habe meinen Körper verloren” eine großflächige Veröffentlichung ermöglicht hat.

 

Die Triffids – Pflanzen des Schreckens

Von Marius Joa. Publiziert am 14. März 2012

Die Triffids, ein Roman über Menschen fressende Killerpflanzen, wurde bereits zweimal verfilmt. 1962 fürs Kino und 1981 von der BBC als Miniserie. 2009 erschien eine weitere BBC-Adaption als aufwändiger Zweiteiler.

 

Die Triffids – Pflanzen des Schreckens (Day Of The Triffids)
2tlg. TV-Katastrophenthriller UK/Kanada 2009. FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. Gesamtlänge: 180 Minuten. TV-Erstausstrahlung: 5. März 2012.
Mit: Dougray Scott, Joely Richardson, Eddie Izzard, Jason Priestley, Shane Taylor, Brian Cox, Vanessa Redgrave, Jenn Murray u.v.a. Regie: Nick Copus. Drehbuch: Patrick Harbinson. Nach dem Roman Die Triffids von John Wyndham.

 

Doppeltes Chaos

Vor Jahren fand der Botaniker Dennis Masen (Brian Cox) eine Möglichkeit, Fleisch fressende Pflanzen (sog. Triffids) genetisch so zu manipulieren, dass sie massenhaft Öl produzieren. Diese Entdeckung löste die Energiekrise und verminderte die globale Erwärmung massiv. Jahre später ist Dennis’ Sohn Bill (Dougray Scott) der Leiter einer Triffid-Plantage in England und wird in Ausübung seiner Arbeit an den Augen verletzt. Nach einer notwendigen Operation liegt Bill mit verbundenen Augen im Krankenhaus, während die Menschen erwartungsvoll einen Sonnensturm erwarten, der ein unvergleichliches Schauspiel bietet. Doch die gleißenden Strahlen lassen alle, die sie erblicken, sofort erblinden. Chaos und Anarchie bricht aus. Der noch sehende Bill flieht aus dem Krankenhaus, um Hilfe zu holen und trifft dabei auf Radiomoderatorin Jo Playton (Joely Richardson), die ebenfalls sehen kann. Bill versucht Jo klar zu machen, dass die größte Gefahr nicht durch die weltweite Blindheit, sondern durch ausgebrochene Triffids droht. Die beiden treffen auf den US-Major Coker (Jason Priestley) und den undurchsichtigen Torrence (Eddie Izzard), welche eine Gruppe anführen, in der Sehende und Blinde gemeinsam nach Lebensmitteln, Medikamenten und Waffen suchen, um zu überleben. Während die Triffids beginnen, Menschen anzugreifen, sieht Bill nur eine Möglichkeit, die Vernichtung der Menschheit zu verhindern. Er muss seinen Vater aufsuchen…

Die Triffids (OT: Day Of The Triffids), der Science-Fiction-Roman des britischen Autors John Wyndham (1903-1969), handelt von einem Meteoritenschauer der fast die gesamte Menschheit erblinden lässt. Doch noch schlimmer kommt es, als Fleisch fressende Pflanzen („Triffids“), aus denen Öl gewonnen wird, ausbrechen und ihren Hunger an Menschen stillen. Dieser Stoff wurde 1962 als Kinofilm (Blumen des Schreckens) und 1981 als Miniserie von der BBC verfilmt. 2009 erschien eine weitere TV-Adaption der BBC, der Fernsehzweiteiler Die Triffids – Pflanzen des Schreckens, wobei hier der Meteoritenschauer durch einen Sonnensturm ersetzt wurde.

Schon der Kinofilm Blumen des Schreckens war mehr Sozialstudie als Horrorfilm und dies trifft auch auf Die Triffids zu. Während in London und auch in der restlichen Welt das Chaos ausbricht, schließen sich Wissenschaftler Bill und Radiomoderatorin Jo einer Gruppe an, die sich um viele Blinde kümmert. Während Major Coker edle Motive antreiben, so beginnt der unheimliche Torrence, die Situation zu seinen Gunsten auszunutzen und seine Machtphantasien auszuleben.

Die BBC hat sich für diese Produktion nicht lumpen lassen und 15 Millionen Pfund investiert. Das hat zur Folge, dass der Zweiteiler sehr aufwändig aussieht und teilweise fast Bilder in Kinoqualität liefert, vor allem die in Chaos und Anarchie versinkende britische Hauptstadt. Auch die Killerpflanzen sehen alles andere als billig aus. Während Die Triffids im ersten von beiden Teilen ein nicht ganz unrealistisches Szenario ausbreitet, so ist die zweite Hälfte leider etwas schwächer, man hat das Gefühl, alles werde relativ schnell abgehandelt.

Neben den Hauptdarstellern Dougray Scott (Mission: Impossible II) und Joely Richardson (Anonymus), sind mit Richardsons Mutter Vanessa Redgrave (Anonymus) und Brian Cox (Troja) weitere namhafte britische Schauspieler zu sehen. Den „Bösewicht“ Torrence spielt der sonst eher für komische Rollen bekannte Eddie Izzard.

Seit Oktober 2011 gibt es diesen Zweiteiler auch hierzulande auf DVD, inklusive eines Making Ofs und gelöschter Szenen. Am 5. und 12. März 2012 erfolgte die TV-Premiere im frei empfangbaren Fernsehen auf Pro Sieben.  

Fazit: Gelungenes Katastrophenszenario, bei dem allerdings die zweite Hälfte etwas nachlässt. 7 von 10 Punkten.

 

 

Marius Joa, 14. März 2012. Bild: Polyband.

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