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Viel Spaß!
Von Marius Joa. Publiziert am 7. November 2019

Jetzt wo sich der Staub gelegt hat, wird es Zeit für meine ausführliche Kritik zur finalen Staffel von “Game of Thrones”, der TV-Adaption von George R.R. Martins Fantasy-Saga “Das Lied von Eis und Feuer”.

 

Das Omen

Von Johannes Michel. Publiziert am 13. Juni 2006

Schon wieder eine Horror-Neuauflage? In der Tat. “Das Omen” gab’s bereits in den 1970er Jahren und war schon damals ein Erfolg. Die Neuverfilmung allerdings überzeugt ebenfalls. Johannes Michel war im Kino und berichtet, warum Kinder mit bösem Blick den Zuschauer immer wieder das Fürchten lehren.

Horror, USA 2006. FSK: Freigegeben ab 16 Jahren. 110 Minuten.
Mit: Liev Schreiber, Julia Stiles, Mia Farrow, David Thewlis, Michael Gambon, Pete Postlethwaite, Nikki Amuka-Bird, Seamus Davey-Fitzpatrick u.a. Regie: John Moore.

Fesselnd, schockierend, beklemmend

Viele sehen in der Prophezeiung der Johannesoffenbarung den Wegweiser einer schrecklichen Zukunft – mit Vorzeichen, die sich in den letzten Jahren bereits zum Teil erfüllt haben. Ihrer Meinung nach sind diese Vorzeichen allgegenwärtig: Terror-Anschläge, extremes Wetter, Katastrophen … die Liste lässt sich beliebig fortführen.
Robert Thorn weiß nichts von solchen dunklen Prophezeiungen. Den amerikanischen Diplomaten belasten momentan ganz andere Dinge. Seine Ehefrau Kathryn hat eine schwere Entbindung hinter sich und sie weiß noch nicht, dass ihr Kind die Geburt nicht überlebt hat. Erschüttert von diesem Verlust, gilt Thorns ganze Sorge nun seiner Frau, die bereits zwei Fehlgeburten hinter sich hat. Die Nachricht würde sie niederschmettern. Der Priester des Krankenhauses, Vater Spiletto, erzählt Thorn von einer weiteren Geburt in jener Nacht, bei der die Mutter gestorben ist. Er überredet Thorn, sich des Säuglings anzunehmen; Kathryn würde niemals die Wahrheit erfahren und ihr Sohn, den sie Damien nennen, würde wie ihr eigen Fleisch und Blut aufwachsen.

Damien ist der geborene Antichrist.

Bis hierhin ist “Das Omen” ein nett anzuschauender Kinofilm. Etwa nach einer halben Stunde beginnt sozusagen „das Grauen“. Genauso muss ein guter Horrorfilm aufgebaut sein. Ruhiger Start, schnelle Steigerung. Gerade dieses Vorgehen fesselt den Kinozuschauer in seinen Sitz.

Denn plötzlich häufen sich die Zwischenfälle im Hause Thorn. Das Kindermädchen begeht Selbstmord, die Nachfolgerin wirkt nicht gerade sympathisch, Damiens „Mutter“ wird ebenfalls zum Opfer des dämonischen Kindes. Zuerst will es Robert Thorn nicht glauben, dass mit seinem Sohn etwas nicht stimmen könnte. Als er schließlich genügend Beweise hat, wird er sich klar, dass sein Kind der Sohn des Teufels, der von allen gefürchtete „Antichrist“ ist und er ihn töten muss, wenn die Welt weiter bestehen soll.

Bereits in den 1970er Jahren sorgte “Das Omen” für Spannung. Jetzt begeistert die Neuverfilmung von John Moore. Und dieses „begeistert“ ist ernst gemeint. Selten wirkte ein Horrorfilm so gut konzipiert und durchkonstruiert. Klar: Die Schauspielertruppe besteht nicht aus den absoluten Weltstars. Aber das muss sie auch nicht. Mia Farrow, die viele sicher noch aus “Rosemaries Baby” kennen werden, hat ja schon ausreichend Erfahrung mit Teufelskindern. Hier tritt sie nun als dubioses Kindermädchen auf, als eiskalt und ohne Gefühle handelnde Person.

Äußerst beeindruckend spielt Seamus Davey-Fitzpatrick, den man nach dieser Leistung auf eine Stufe mit Dakota Fanning (“Hide and Seek“) stellen darf. Jeder Kinobesucher wird mit Sicherheit sagen: Wenn ich mal Kinder haben möchte, dann bloß nicht so was. Und genau das trifft den Nagel auf den Kopf. Das gemeine Grinsen und seine ruhige und dabei doch gefühlskalte Art sorgen nicht nur einmal für ein Zusammenzucken.

Fazit: Genial umgesetzte Neuverfilmung, mit einer der besten Horrorfilme der vergangenen Jahre. 8 von 10 Punkten.


Suche nach einem Ausweg: Robert Thorn (rechts), Damiens „Vater“.
Johannes Michel, 13. Juni 2006. Inhaltszusammenfassung und Bilder: Fox.

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