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Viel Spaß!
Von Marius Joa. Publiziert am 11. Juli 2018

Bei den allgegenwärtigen Debatten um Migration und Integration zeigt ein kleiner Film von der Grünen Insel, dass alles vielleicht doch nicht immer so kompliziert sein muss: “Halaleluja – Iren sind menschlich”.

 

Tatort: Ich töte niemand

Von Marius Joa. Publiziert am 18. April 2018

Im vierten “Franken-Tatort” ermitteln die Kommissare Felix Voss und Paula Ringelhahn im Mordfall an einem libyischen Geschwisterpaar, während Ringelhahn einen schweren Verlust hinnehmen muss…

Tatort: Ich töte niemand
TV-Krimi Deutschland 2018. 89 Minuten. TV-Erstausstrahlung: 15. April 2018.
Mit: Fabian Hinrichs, Dagmar Manzel, Eli Wasserscheid, Andreas Leopold Schadt, Matthias Egersdörfer, Stefan Merki, Ursula Strauss, André Hennicke, Josef Mohamed u.a. Regie: Max Färberböck. Drehbuch: Max Färberböck und Catharina Schuchmann.

Ein schwarzer Raum

Am Stadtrand von Nürnberg werden ein 58jähriger Libyer und seine Schwester, die beide seit 20 Jahren in Deutschland lebten, Tage nach ihrem gewaltsamen Tod gefunden, ihre Leichen schwer zu identifizieren. Die Kommissare Felix Voss (Fabian Hinrichs), Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) und Wanda Goldwasser (Eli Wasserscheid) nehmen die Ermittlungen auf. Ahmad (Josef Mohamed), Ziehsohn des ermordeten Libyiers sowie beliebt und erfolgreich als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Erlangen, taucht unter. Handelt es sich bei ihm um den Täter oder hat er den Mord beobachtet? Während das Ermittler-Team unterschiedlichen Spuren nachgeht, erhält Ringelhahn eine schockierende Nachricht: Frank Leitner (André Hennicke), ein Kollege aus dem Betrugsdezernat und enger Freund der Kommissarin, stirbt bei einer Autofahrt durch die fatale Wechselwirkungen diverser Medikamente. In seinem Haus findet sich rechtsgerichtete Literatur…

 Party bei Voss

An das ordentliche Debüt Der Himmel ist ein Platz auf Erden (April 2015) von Max Färberböck (Regie/Drehbuch) und Catharina Schuchmann (Co-Autorin) konnte der vom Bayerischen Rundfunk produzierte “Franken-Tatort” mit den beiden Nachfolge-Episoden Das Recht, sich zu sorgen (Mai 2016) und Am Ende geht man nackt (April 2017) nur teilweise anknüpfen. Für die vierte Folge kehrten die beiden Kreativen zurück, was sich positiv auswirkt.

“Unser Leben ist ein schwarzer Raum. Rabenschwarz.”, stellt Felix Voss auf der Rückfahrt vom Fundort der beiden Mordopfer gegenüber Kollegin Paula Ringelhahn ernüchtert fest. Konsequenterweise bleibt auch fast der komplette Film düster. Einige Szene spielen sich im Dunkeln ab. Und erst ganz allmählich fügen sich die diversen Puzzleteile der Geschichte zusammen. Wie das Gesamtbild aussieht wird teilweise dem Zuschauer überlassen. Generell empfiehlt es sich sehr aufmerksam zu bleiben, um nicht wichtige Details der Handlung zu verpassen, vor allem weil die ganze Präsentation mit der gekonnten, nur scheinbar sprunghaften Montage verschiedener Teilszenen weniger geradlinig ausfällt als in anderen deutschen Fernsehkrimis. Je mehr sich allerdings die Hintergründe des Falles aufhellen, desto abgründiger und düsterer gestalten diese sich.

Auch “Frangn-Dadord”-Nummer vier hat aber weiterhin mit Problemen zu kämpfen. So stark das Hauptdarsteller-Duo Fabian Hinrichs und Dagmar Manzel meist agiert, so bedauerlich erscheint es wenn der ein oder andere intensive Moment dann doch zu überzogen wirkt. Und die peinliche Szene, als ein unnachgiebig-mürrischer Hauswart von Voss “befragt” wird, hätte man sich auch sparen können.

Tatort: Ich töte niemand ist bis einschließllich 15. Mai 2018 in der ARD-Mediathek abrufbar. Der kommende fünfte Fall des fränkischen Ermittlerteams, Ein Tag wie jeder andere, wird derzeit in Bayreuth gedreht und soll im nächsten Jahr (vielleicht wieder im April?) Premiere feiern.

Fazit: Ich töte niemand liefert dank stimmiger Inszenierung und ambivalenter, düsterer Story den wohl besten Tatort aus Franken bisher, trotz teils alberner Szenen bzw. gelegentlicher Misstöne. 7 von 10 Punkten.

Kommissarin Goldwasser sucht den verschwundenen Ahmad
Paula Ringelhahn ist schwer getroffen

 

Marius Joa, 18. April 2018. Bilder: ARD/BR.

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