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Viel Spaß!
Von Marius Joa. Publiziert am 18. Mai 2022

Lange bevor William Shakespeare seine weltbekannte Tragödie “Hamlet” schrieb gab es den Stoff bereits als Sage. Gabriel Axel adaptierte diese in seinem prominent besetzten Historienfilm “Der Prinz von Jütland” aus dem Jahre 1994.

 

Star Trek: The Next Generation – Staffel 3

Von Marius Joa. Publiziert am 31. März 2022

Der Weltraum. Unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer des “neuen” Raumschiffs Enterprise, das im dritten Jahr wieder mit altbekannter Besatzung den Weltraum erforschte. Energie!


Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert – Staffel 3
(Star Trek: The Next Generation – Season 3)
Science-Fiction-Serie USA 1989/90. FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. 26 Folgen. Gesamtlänge: ca. 19 Stunden und 50 Minuten. TV-Erstausstrahlung: 3. Juli 1992.
Mit: Patrick Stewart, Jonathan Frakes, LeVar Burton, Michael Dorn, Gates McFadden, Marina Sirtis, Brent Spiner, Wil Wheaton, Colm Meaney, Whoopi Goldberg u.a. Idee: Gene Roddenberry.

 


Im dritten Jahr voll auf Kurs

Space: the final frontier. These are the voyages of the starship Enterprise. Its continuing mission: to explore strange new worlds. To seek out new life and new civilizations. To boldly go where no one has gone before!”

Im Jahre 2366. Unter dem Kommando von Captain Jean-Luc Picard (Patrick Stewart) dringt die U.S.S.Enterprise weiter in die Weiten des Weltalls vor. Während Dr. Beverly Crusher (Gates McFadden) ihren Posten als Schiffsärztin wieder angetreten hat steht ihr Sohn, der hochtalentierte Wesley (Wil Wheaton) vor dem Sprung auf die Sternenflottenakademie, liebäugelt aber weiterhin mit einem Verbleib auf der Enterprise, wo er schon so wertvolle Praxiserfahrung machen konnte. Die durch den ersten Offizier Commander William Riker (Jonathan Frakes), Chefingenieur Lieutenant Commander Geordi LaForge (LeVar Burton), den klingonischen Sicherheitsschef Lieutenant Worf (Michael Dorn), den Androiden Lieutenant Commander Data (Brent Spiner) und Counselor Deanna Troi (Marina Sirtis), einer telepathisch begabten Halb-Betazoidin, komplettierte Führungscrew durchlebt faszinierende Begegnungen mit neuen Spezies und gefährliche Missionen. Der Konflikt mit dem undurchsichtigen Romulanern droht bisweilen zu eskalieren und auch innere Spannungen im Klingonischen Reich treten zutage. Zudem gibt es ein unverhofftes Wiedersehen mit dem allmächtigen Q (John De Lancie) und eine Begegnung mit der Vergangenheit. Am Ende wird die Föderation vom mächtigsten Gegner aller Zeiten angegriffen…

Star Trek: The Next Generation (in Deutschland unter dem Titel Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert erschienen) hatte als erste Live-Action-Serie nach der legendären Originalserie (1966-1969) anfangs einen schweren Stand. Cast und Crew kämpften in den ersten beiden Jahren um eine eigene Identität der neuen Show. Zudem wurden sowohl Staffel 1 als auch Staffel 2 vom Drehbuchautorenstreik in Hollywood 1987/88 beeinträchtigt. Doch mit der dritten Season konnte die von Gene Roddenberry (1921-1991) kreierte Serie sich sukzessive etablieren.

Der Produktion von Staffel 3 gingen einige Änderungen voraus, auch personeller Natur. Showrunner Maurice Hurley hatte die Show verlassen, seine Rolle übernahm Michael I. Wagner (Polizeirevier Hill Street) allerdings nur für die ersten drei Wochen. Michael Piller, der später die weiteren Trek-Serien Deep Space Nine und Voyager mit ins Leben rufen sollte, folgte ihm nach. Gemäß den geäußerten Wüschen von Leading Man Patrick Stewart wurde die in Season 2 abwesende Gates McFadden als Dr. Crusher zurückgeholt und neue Uniformen durch den neuen Kostümbildner Robert Blackman entworfen. Die Einteiler aus Spandex wurden durch zweiteilige Kostüme aus Woll-Gabardine, die vor allem bequemer zu tragen waren, ersetzt. Stewarts immer wieder sichtbares Zurechtzupfen seiner Uniform ging als das “Picard-Manöver” in die Fernsehgeschichte ein. Auch der Vorspann wurde hinsichtlich der Weltraumkonstellation neugestaltet.

Es ist wohl vor allem Piller zu verdanken, dass sich TNG im dritten Jahr erzählerisch weiter entwickelte. Unterlag das Autorenteam zuvor noch großen personellen Schwankungen so stabilisierte es sich unter Pillers Ägide, wenngleich der Showrunner auch immer wieder externen Autoren die Möglichkeit gab, Skripts zu liefern. Weitere Autoren und Produzenten, welche das Franchise nachhaltig prägen sollten, kamen hinzu, wie Rick Berman (der DS9, VOY und die Prequel-Serie Enterprise mitinitiierte und nach Roddenberrys Tod dessen Nachfolger als Chef des ganzen Franchises wurde), Ronald D. Moore (der die Kultur der Klingonen maßgeblich erweiterte) und Ira Steven Behr (später Autor und ausführender Produzent von DS9). Whoopi Goldberg und Colm Meaney kehrten in ihren wiederkehrenden Rollen als Barkeeperin Guinan und Transporter-Chief Miles O’Brien zurück. Neben erneuten Auftritten von Majel Barrett als Deanna Trois exzentrischer Mutter Lwaxana, John De Lancie als Überwesen Q und einer unverhofften Rückkehr von Denise Crosby als Tasha Yar spielte Mark Lenard seine Rolle als Botschafter Sarek (Spocks Vater) aus der Originalserie und den dazugehörigen Kinofilmen erneut. Wichtige Nebenfiguren waren in Staffel 3 erstmals zu sehen, etwa Dwight Schultz als sozial unbeholfener Lieutenant Reginald Barclay und Andreas Katsulas (spielte ab 1993 eine der Hauptrollen in der Science-Fiction-Saga Babylon 5) als romulanischer Kommandant Tomalak.

Roddenberrys strikte Haltung, dass TNG inhaltlich nicht mit TOS in “Berührung” kommen sollte, lockerte sich mit den Jahren und ermöglichte eine stärkere Bezugnahme auf die Originalserie, siehe Folge 23 Botschafter Sarek (Originaltitel: Sarek). Die 15. Episode der Staffel, Die alte Enterprise (OT: Yesterday’s Enterprise) ließ ein früheres Modell des Raumschiffes aus der Vergangenheit auftauchen und zählt zu den Highlights der ganzen Serie. Die Kontinuität im Autorenteam und Pillers Wirken ermöglichten es vor allem eine Weiterentwicklung der meisten Hauptcharaktere. Das dritte TNG-Jahr endete schließlich mit einem gnadenlosen Cliffhanger in der letzten Folge In den Händen der Borg (The Best of Both Worlds, Part 1), auf dessen Auflösung in der Premierenepisode von Staffel 4 das US-Publikum drei Monate warten musste (von Juni bis September 1990), während die deutschen Zuschauer bereits einen Tag später in den Genuss der Fortsetzung kamen, wenngleich es bei der Ausstrahlung hierzulande immer wieder zu Unterbrechungen kam, etwa zwischen den Folgen 19 (November 1992) und 20 (August 1993).

Die dritte Staffel von Star Trek: The Next Generation ist seit dem 2. Mai 2013 in der HD-Fassung auf BluRay erhältlich sowie Teil des Angebots von Netflix.

Fazit: Mit der herausragenden dritten Staffel konnte sich die zweite Star Trek-Live-Action-Serie nach zwei nicht ganz optimalen Anfangsjahren etablieren und sowohl Figuren weiterentwickeln als auch das Universum gewinnbringend erweitern. 9 von 10 Punkten.


Die U.S.S. Enterprise
 

Faszinierende Entdeckung
 

Picard, Riker und Commander Shelby

 


Marius Joa, 31. März 2022. Bilder: CBS/Paramount.

 

 

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