Regisseur James Cameron ist vor allem für seine megateuren, überaus erfolgreichen Blockbuster Titanic (1997) und Avatar: Aufbruch nach Pandora (2009) bekannt. Vor 42 Jahren kam die Karriere des Kanadiers allerdings mit einem ganz anderen Film in Fahrt, nämlich Terminator, mit Arnold Schwarzenegger als gnadenlosem Killer-Cyborg und Linda Hamilton als dessen Zielperson Sarah Connor.
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Terminator (The Terminator)
Science-Fiction/Actionthriller USA 1984. FSK: Freigegeben ab 16 Jahren. 107 Minuten. Kinostart: 11. März 1985.
Mit: Arnold Schwarzenegger, Linda Hamilton, Michael Biehn, Paul Winfield, Lance Henriksen, Earl Boen u.a. Drehbuch: James Cameron, William Wisher, Gale Anne Hurd. Regie: James Cameron.

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Der Killer aus der Zukunft
Nachdem in naher Zukunft das Computernetzwerk Skynet des Unternehmens Cyberdyne ein Bewusstsein entwickelt und in der Folge einen Atomkrieg verursacht hat steht die Menschheit im aussichtslosen Krieg gegen die übermächtigen Maschinen kurz vor der Auslöschung. Doch dank des von John Connor organisierten Widerstands verbessert sich die Situation. Die Maschinen schicken daraufhin per Zeitreise den Terminator (Arnold Schwarzenegger), einen Cyborg mit menschlichem Aussehen, ins Jahr 1984, um Johns Mutter Sarah Connor (Linda Hamilton) zu töten und somit seine Geburt zu verhindern. Doch auch der Widerstand vermag mit Kyle Reese (Michael Biehn) einen Mann in die Vergangenheit zu schicken, um Sarah vor der tödlichen Bedrohung zu beschützen…
Die Idee zur Story von Terminator kam James Cameron während eines Fiebertraums. Gemeinsam mit seinem Freund William Wisher entwickelte er eine erste Drehbuchfassung und verkaufte es an die befreundete Produzentin sowie spätere Ehefrau Gale Anne Hurd, mit welcher er das Skript überarbeitete. Für den Kanadier war es nach Piranha II (1982) erst die zweite Regie-Arbeit in Spielfilmlänge. Im Rahmen der Reihe „Best of Cinema“ lief Terminator am 4. August 2026 wieder für einen Tag im Kino. Auch gut vier Jahrzehnte später kann der Auftakt der gleichnamigen Filmreihe weitgehend überzeugen.

Für Titeldarsteller Arnold Schwarzenegger war Terminator nach Conan der Barbar und dessen ebenfalls 1984 erschienener Fortsetzung Conan der Zerstörer der Durchbruch als „leading man“ und Actionstar, auch wenn der österreichisch-amerikanische Ex-Bodybuilder hier ganz klar den Antagonisten verkörpert. Irgendwie macht es vor allem in der Retrospektive Sinn, den körperlich präsenten Arnie als emotions- und kompromisslosen Killer-Roboter zu besetzen. In Kombination mit dem starken Special-Effects-Make-Up von Stan Winston wirkt die Titelfigur überaus bedrohlich. Gleiches gilt für die Stop-Motion-Effekte.
Generell macht Camerons Film trotz eines damals schon nicht hohen Budgets von 6,5 Millionen US-Dollars aus produktionstechnischer Sicht eine gute Figur, auch wenn sich das Geschehen im Vergleich zur massiv aufwändigeren und tricktechnisch bahnbrechenden Fortsetzung Terminator 2 (1991) viel kleiner präsentiert. Die Mixtur aus Science-Fiction-Streifen und Actionfilm besticht durch ihre Geradlinigkeit und eine Backstory in der Zukunft, welche sich nicht allein auf die Erzählung von Sarahs Beschützer Kyle Reese verlässt, sondern diese auch mit passenden Szenen des dystopischen Schlachtfeldes im Jahr 2029 illustriert.
Die Musik von Brad Fiedel empfand ich bei der erneuten Sichtung auf der großen Leinwand als zweischneidiges Schwert. Das ikonische Titelthema und die kalt-metallischen Elemente des Scores funktionieren aus meiner Sicht heute noch, die eher „melodisch“ klingenden Synthesizer-Parts eher nicht. Ebenso die etwas ungelenk wirkenden schauspielerischen Leistungen von Linda Hamilton als Sarah Connor und Michael Biehn als Kyle Reese.
Gemeinhin gelten Teil eins und zwei als Meilensteine des Actionkinos. Neben den klaren Science-Fiction-Elementen in Form eines waschechten Zeitreiseplots inklusive temporaler Paradoxie lässt sich Terminator auch durch die Zeit, in welcher er entstanden ist, als Slasher sehen, mit dem von Schwarzenegger gespielten Cyborg als Serienkiller und Sarah Connor als „final girl“. Jedenfalls erreichten Arnie, Linda Hamilton und die Marke erst durch die bahnbrechende Machart und den großen Erfolg des Sequels den bekannten Kultstatus, wobei sich vor allem die knackigen One-Liner des Terminators (im ersten Teil noch sparsam eingesetzt) ins popkulturelle Gedächtnis gebrannt haben. Nach Terminator 2 ging es, abgesehen von einer ordentlichen TV-Serie und einem soliden sechsten Teil, allerdings ziemlich bergab, was daran liegen mag, dass James Cameron bei den weiteren Teilen gar nicht oder kaum beteiligt war.
Terminator von James Cameron ist auf DVD und BluRay erschienen sowie im Angebot der Streaminganbieter HBO Max, MGM+, Sky und WOW enthalten. Außerdem gibt es den Film als kostenpflichtigen Stream bei diversen Anbietern.
Fazit: Nicht durchgehend gut gealterter, aber rasanter, aufgrund des eher geringen Budgets mehr als beachtlicher Scifi-Actionthriller mit Arnold Schwarzenegger und Linda Hamilton erstmals in ihren Kultrollen.
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Das Terminator-Franchise im Überblick
1984 Terminator
1991 Terminator 2
2003 Terminator 3
2008/09 Terminator: The Sarah Connor Chronicles (Serie)
2009 Terminator: Die Erlösung
2015 Terminator: Genisys
2019 Terminator: Dark Fate
2024 Terminator: Zero (Anime-Serie)
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Marius Joa, 9. August 2026. Bilder: MGM.


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