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Viel Spaß!
Von Marius Joa. Publiziert am 19. September 2021

Mit Denis Villeneuves langersehnter Neuverfilmung des Romans “Dune – Der Wüstenplanet” von Frank Herbert ist nun endlich einer der wenigen großen Leinwandepen dieses Jahres in den Kinos gestartet. Schafft es die dritte Adaption der komplexen Vorlage gerecht zu werden?

 

Mission: Erde – Staffel 2

Von Marius Joa. Publiziert am 25. Juli 2021

In der zweiten Staffel der aus dem Nachlass von Star Trek-Erfinder Gene Roddenberry stammenden Science-Fiction-Serie Mission Erde (Earth Final Conflict) taucht ein neuer Held auf und die wahren Motive der außerirdischen Taelons werden deutlicher…


Mission Erde – Staffel 2
(Earth: Final Conflict – Season 2)
Science-Fiction-Serie Kanada, USA 1998/99. FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. 22 Folgen. Gesamtlänge: ca. 15 Stunden. TV-Erstausstrahlung: 28. Oktober 1999.
Mit: Robert Leeshock, Lisa Howard, Von Flores, Leni Parker, Richard Chevolleau, Anita LaSelva, David Hemblen u.a. Idee: Gene Roddenberry.

 


Der unbekannte Feind

Ein Team von Tauchern hat den seit Jahrhunderten auf dem Meeresgrund ruhenden Alien Ha’gel vom Volk der Kimera wiedererweckt. In Gestalt von Agent Ronald Sandoval (Von Flores) schwängerte Ha’gel die irische Companion-Beschützerin Siobhan Beckett (Kari Matchett). Wenige Stunden später bringt diese im geheimen Hauptquartier des Widerstandes einen Jungen zur Welt, den sie Liam nennt. Dieser wächst innerhalb kürzester Zeit zum erwachsenen Mann (Robert Leeshock) heran. Captain Lili Marquette (Lisa Howard), die als Pilotin für die Taelons und gleichzeitig auch für den Widerstand arbeitet, erfährt von Sandoval, dass William Boone verstorben ist. Auf der Beerdigung wird Quo’on (Brooke Johnson), der Anführer der Taelon-Synode, von einem unbekannten Attentäter ermordet. Liam, der die Identität eines gewissen Major Liam Kincaid angenommen hat, kann den nordamerikanischen Companion Da’an (Leni Parker) retten und wird kurzerhand zu dessen Beschützer ernannt. Zo’or (Anita LaSelva) wird zum neuen Führer der Synode gewählt und setzt seine finsteren Pläne fort. Liam, Lili und Hacker Augur (Richard Chevolleau) entdecken weitere Geheimnisse der Taelons, deren wahren Motive allmählich klarer werden. Jonathan Doors (David Hemblen), einflussreicher Milliardär und Chef des Widerstandes, fasst einen überraschenden Entschluss…

 Liam Kincaid, der neue Held

Die aus dem Nachlass des Star Trek-Urvaters Gene Roddenberry (1921-1991) von dessen Witwe Majel Barrett (1932-2008) ins Rollen gebrachte Science-Fiction-Serie Earth Final Conflict (hierzulande anfangs unter dem Titel Mission Erde bekannt) startete nach der ersten Staffel ab Oktober 1998 in ihre zweite. In Deutschland folgte die Erstausstrahlung ab Oktober 1999 bei Vox direkt im Anschluss an Season 1. Das macht auch deshalb Sinn, weil die erste Folge direkt da anknüpft, wo das vorherige Staffelfinale aufgehört hat. Es hat mich allerdings anfangs ziemlich irritiert, dass Lisa Howard alias Captain Lili Marquette plötzlich eine ganz andere Frisur hat sowie dass die ebenso wie Dr. Belman (Majel Barrett) für die Taelons und den Widerstand tätige Ärztin Dr. Park plötzlich nicht mehr von Kate Trotter, sondern von Janet-Laine Green gespielt wird. Generell halten sich die Autoren um Showrunner Paul Gertz (auch einer der ausführenden Produzenten) nicht mit Präliminarien auf, sondern werfen die Zuschauer gleich mitten ins Geschehen, welches sich im zweiten Jahr verstärkt auf dem Taelon-Mutterschiff, welches sich meist im Orbit um die Erde oder den Mond befindet, und natürlich im unterirdischen Hauptquartier des Widerstandes abspielt.

In Anlehnung an das Spiegeluniversum bei unterschiedlichen Star Trek-Serien verschlägt es Liam und Augur in einer frühen Episode per Shuttle in eine andere Dimension, in welcher Lilis Version als gnadenlose Vollstreckerin der Taelons agiert und der Widerstand von Sandovals Gegenstück angeführt wird. Aus dieser Parallelwelt stammt mit Maiya (Montse Viader) eine bisweilen wichtige Nebenfigur, an welche ich mich nicht mehr erinnern konnte. Gleiches gilt für die im letzten Drittel der Season präsente Nachwuchskämpferin Julia, verkörpert von Jane Kidder, welche kürzlich in Staffel 3 von Star Trek: Discovery die eindimensionale Antagonistin Osyraa gab. Ansonsten werden Barry Flatman als US-Präsident Thompson sowie William de Vry als Anwalt/PR-Berater Joshua Doors, der bereits in Staffel eins eingeführte Sohn von Jonathan Doors, etabliert.

 Da’an und Zo’or

Die Macher der kanadisch-amerikanischen Produktion setzten im zweiten Jahr weiterhin auf Procedural-Elemente, die aber von einem zentralen durchgehenden Handlungsbogen zusammengehalten werden, nämlich den Hintergründen und Motiven der Taelon-Präsenz auf unserem blauen Planeten. Diese treten nun deutlicher zur Tage, denn die Taelons befinden sich im Krieg mit den weit entfernten Jaridians. Einst waren die beiden Alien-Rassen ein Volk, haben sich aber vor Millionen Jahren ganz unterschiedlich entwickelt. Noch sind die Jaridians weit entfernt, doch scheint ihre Invasion der Erde nicht mehr fern. Mission Erde hat auch in meiner Erinnerung an die Erstsichtung vor etwa 20 Jahren den Status einer ordentlichen Serie, die aber inhaltlich viel Luft nach oben hat. So mancher Storyline entpuppt sich als durchaus interessant und hätte es verdient gehabt, über mehrere Folgen hinweg ausgearbeitet zu werden, wie etwa die 18. Episode Die Entführung (Highjacked), als ein Replikant die Kontrolle über das Taelon-Mutterschiff erlangt. Die Charakterentwicklung des neuen Protagonisten Liam Kincaid, durch seinen außerirdischen Vater ein Hybrid aus Mensch und Kimera, wirkt insgesamt im Gegensatz zur Freundschaft mit Da’an etwas holprig.

Die zweite Staffel versteht es aber deutlich, die unterschiedlichen Positionen des agressiven, machthungrigen und manipulativen Taelon-Anführer Zo’or und des empathischen, überlegten und bedachten Da’an heraus zu arbeiten. Wie zuvor werden die beiden Hauptvertreter der Taelons wieder mit eigenwilliger, traumwandlerischer Präsenz von den Schauspielerinnen Leni Parker und Anita LaSelva zum Leben erweckt. Am Ende geht es erneut Schlag auf Schlag und einer Hauptfigur steht der (Teil-)Abschied bevor. Wobei mir keine Erkenntnisse daüber vorliegt, ob die hohe Fluktuation beim Main Cast geplant war oder doch auf schlecht gelaufene Verhandlungen mit den Darstellern zurück zu führen ist. Dennoch freue ich mich auf meinen bevorstehenden Rewatch von Season 3.

Die komplette zweite Staffel von Mission Erde ist unter dem Originaltitel Earth: Final Conflict auf DVD erhältlich sowie Teil des Angebots von Amazon Prime.

Fazit: Auch im zweiten Jahr solide Scifi-Show über die schwierige Beziehung von Menschen und Taelons. 6 von 10 Punkten.



Lili untersteht nun Sandoval

Augur in Schwierigkeiten
 

Das Taelon-Mutterschiff

 

Marius Joa, 25. Juli 2021. Bilder: Pandastorm/Edel.

 

 

 

 

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