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Von Marius Joa. Publiziert am 11. Juli 2018

Bei den allgegenwärtigen Debatten um Migration und Integration zeigt ein kleiner Film von der Grünen Insel, dass alles vielleicht doch nicht immer so kompliziert sein muss: “Halaleluja – Iren sind menschlich”.

 

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2

Von Marius Joa. Publiziert am 24. Juli 2011

Fast genau zehn Jahre nach der Premiere des ersten Teils endet die Harry Potter-Reihe mit dem achten Film, in dem sich Harry Potter und sein Todfeind, der dunkle Lord Voldemort, endlich gegenüber stehen.

 

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2 (Harry Potter And The Deathly Hallows – Part 2)
Fantasyfilm UK/USA 2011. FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. 130 Minuten. Kinostart: 14. Juli 2011.
Mit: Daniel Radcliffe, Rupert Grint, Emma Watson, Ralph Fiennes, Helena Bonham Carter, Alan Rickman, Michael Gambon, Maggie Smith, Evanna Lynch, Matthew Lewis, Bonnie Wright u.v.a. Regie: David Yates. Drehbuch: Steven Kloves. Nach dem Roman von J. K. Rowling.

 

Das Ende der Lehrzeit

Aus den Fängen von Voldemorts Todessern gerade entkommen, setzt Harry Potter (Daniel Radcliffe) mit seinen Freunden Ron Weasley (Rupert Grint) und Hermine Granger (Emma Watson) die Jagd nach den Horkruxen, diversen Gegenständen in denen der dunkle Lord Teile seiner Seele versteckt hat, fort. Währenddessen versucht Lord Voldemort (Ralph Fiennes) die drei Heiligtümer des Todes zu finden, um endlich Unsterblichkeit zu erlangen. Der große Showdown in der Zauberschule Hogwarts steht unmittelbar bevor…

Mit den von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen verschlungenen Harry Potter-Romanen avancierte die Britin Joanne Rowling zur derzeit reichsten Schriftstellerin der Welt. 2007 ging die Buchreihe um einen Zauberschüler im Kampf gegen Mächte der Finsternis mit dem siebten Band Harry Potter und die Heiligtümer des Todes zu Ende. Für die Filmreihe entschied man sich das Finale in zwei Teilen ins Kino zu bringen. Nicht nur aus marketingstrategischer Sicht, sondern auch inhaltlich eine sinnvolle Entscheidung. Nach dem Roadmovie folgt nun der große Endkampf.

Gestaltete Regisseur Yates (State Of Play) seine Potter-Filme bisher immer eher antiklimatisch (vor allem Teil 6 und 7.1), so geht es im letzten Streifen dann doch wieder etwas mehr zur Sache, vor allem wenn die Lehrer und Schüler um Professor McGonagall (Maggie Smith) und Neville Longbottom (Matthew Lewis) mit der Verteidigung der Zauberschule beginnen. Doch leider gestaltet sich die große Schlacht um Hogwarts als recht unübersichtliche Angelegenheit. Auch hätte man beim finalen Duell zwischen Harry Potter und Tom Riddle alias Voldemort ein bisschen mehr Bombast erwartet.

Generell fällt der letzte Film mit 130 Minuten überraschend kurz aus. Von den zeitlichen Möglichkeiten, die eine Teilung in zwei Filme bietet, wurde nur teilweise Gebrauch gemacht. Schon wieder werden viele Charaktere und damit auch das vielfach namhafte britische Schauspieler-Ensemble zu Statisten degradiert. Prominente Neuzugänge sind Kelly Macdonald (State Of Play) als Helena Ravenclaw und Ciarán Hinds (Rom) als Aberforth Dumbledore.

Dennoch ist Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2 ein gelungener und würdiger Abschluss der Reihe. Viele Szenen sind sehr werkgetreu. Trotz der düsteren Spannung kommt der Humor nicht zu kurz. Den großen Höhepunkt bieten nicht etwa die Kampfszenen, sondern eine superb inszenierte Rückblende, die sowohl einen wichtigen Teil der Hintergrundgeschichte als auch eine bittere Erkenntnis beinhaltet. Vor allem inszenatorisch ist die Filmreihe in den zehn Jahren seit dem „Stein der Weisen“ – einer viel zu überladenen Angelegenheit – massiv vorangekommen. Natürlich sind auch die drei Protagonisten im Laufe der Zeit enorm gereift. Im großen Showdown nimmt vor allem der ansonsten immer etwas mit durch geschleppte Ron das Heft in die Hand.

Um den Büchern inhaltlich mehr gerecht werden zu können hätte man sie vielleicht als aufwändige Fernsehserie – mit einer Staffel pro Roman – adaptieren müssen, wie es derzeit dem düsteren Fantasy-Epos Das Lied von Eis und Feuer in Form der Serie Game Of Thrones widerfährt.

Fazit: Trotz konstanter inhaltlicher Unzulänglichkeiten ein würdiges und unterhaltsames Finale der Harry Potter-Filmreihe. 7 von 10 Punkten.

 

 

Marius Joa, 24. Juli 2011. Bilder: Warner.

 

 

Empfehlung
Die bisherigen Harry Potter-Filme in der Kritik

Harry Potter und der Stein der Weisen (7/10)
Harry Potter und die Kammer des Schreckens (7/10)
Harry Potter und der Gefangene von Askaban (8/10)
Harry Potter und der Feuerkelch (8/10)
Harry Potter und der Orden des Phönix (6/10)
Harry Potter und der Halbblutprinz (7/10)
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1
(7/10)

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