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Von Marius Joa. Publiziert am 26. Mai 2017

Der amerikanische Filmemacher Terrence Malick gilt als “Poet des Kinos”. Sein neuestes Werk „Song To Song“ wird diesem Ruf inszenatorisch durchaus gerecht.

 

Sherlock Holmes: Spiel im Schatten

Von Marius Joa. Publiziert am 30. Dezember 2011

Sequels bist der Arzt kommt. Nach diesem Schema werden in Hollywood derzeit zu viele Filme gemacht. Daher musste natürlich auch eine Fortsetzung zum mittelmäßigen Sherlock Holmes (2009) von Guy Ritchie her. Darin bekommt es der Meisterdetektiv mit seinem großen Erzfeind zu tun.

 

Sherlock Holmes: Spiel im Schatten (Sherlock Holmes: A Game Of Shadows)
Actionkrimi USA/UK 2011. FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. 129 Minuten. Kinostart: 22. Dezember 2011.
Mit: Robert Downey Jr., Jude Law, Noomi Rapace, Jared Harris, Stephen Fry, Rachel McAdams, Paul Anderson, Kelly Reilly u.v.a. Regie: Guy Ritchie. Drehbuch: Michele und Kieran Mulroney. Frei nach Arthur Conan Doyle.

 

 

 

 

Logik im Schatten

1891. Diverse Bombenanschläge erschüttern Europa. Meisterdetektiv Sherlock Holmes (Robert Downey Jr.) ahnt, dass hinter den Attentaten das verbrecherische Superhirn Professor Moriarty (Jared Harris) steckt. Nachdem Dr. Watson (Jude Law) seine Verlobte Mary (Kelly Reilly) geheiratet hat, machen sich er und Holmes sich an die Ermittlungen. Sie treffen auf die Roma-Wahrsagerin Simza (Noomi Rapace), deren Bruder verschwunden und in die Machenschaften Moriartys verwickelt ist. Nach einer weiteren Bombenexplosion in Paris führt die Spur ins deutsche Heilbronn, wo Moriarty eine Waffenfabrik übernimmt. Holmes findet heraus, dass sein Widersacher plant, Europa in einen Weltkrieg zu stürzen…

 Das dynamische Duo

Nach dem Erfolg von Guy Ritchies Action orientierter Sherlock Holmes-Version (ein weltweites Einspielergebnis von gut 500 Millionen Dollar sowie der Gewinn eines Golden Globe) war eine Fortsetzung schnell beschlossene Sache. Wieder unter Regie von Ritchie und mit dem gleichen Personal bei den Hauptdarstellern begannen die Dreharbeiten im Oktober 2010, die an diversen Orten in England, in Straßburg und in der Schweiz stattfanden. Das deutsche Kinopublikum bekommt Teil 2 diesmal sogar fast zeitlich mit dem US-Start zu sehen.

Die Stärken von Sherlock Holmes (2009) – flotte Inszenierung, mitreißende Musik und ein genialer Titeldarsteller – konnten die inhaltlichen Schwächen teilweise vergessen lassen und somit für kurzweilige Unterhaltung sorgen. Bei Sherlock Holmes: Spiel im Schatten ist, wie so oft bei einem Sequel, der Aha-Effekt weg. Folglich präsentiert sich der zweite Film erwartungsgemäß schwächer als der erste. In ähnlich konstruierter Weise wird hier das im Grunde gleiche Programm heruntergespult.

Doch zuerst zum Positiven. Erneut beweist Robert Downey Jr. in seiner erfrischenden Eigeninterpretation der Figur von Arthur Conan Doyle seine Fähigkeiten, wenn er den manischen Superdetektiv gibt. Auch Filmkomponist Hans Zimmer legt mit seinem Team, diesmal unter anderem auch Roma-Musikern aus der Slowakei, wieder einen unterhaltsamen, rasanten Score hin, irgendwo zwischen Cello-Geschrammel, anglo-irischem Folk und heiterem Zigeuner-Gefiedel. Im Vergleich zum blassen Bösewicht im ersten Teil ist Jared Harris (Der seltsame Fall des Benjamin Button, Mad Men) als Professor James Moriarty ein echter Gewinn und wirkt trotz zurückhaltendem Spiel recht bedrohlich.

Ansonsten bietet der Streifen die übliche Kost: eine schöne durchkonstruierte, flache Story, die viel Raum bietet für viele erklärende Rückblenden bzw. andere überflüssige Gimmicks wie der fast 1:1 aus Hero zitierte „Kampf im Geiste“. Die diversen Wendungen sind mehr oder minder trickreich, gegen Ende lässt die Wirkung aber immer mehr nach. Es wird auch wieder viel geprügelt, geballert und in die Luft gejagt, diesmal besonders unübersichtlich mit Wackelkamera, Zeitlupen und anderen eher nervenden optischen Effekten.

Jude Law gibt neben dem exzentrischen Holmes wieder seinen entnervten, energischen Dr. Watson. Noomi Rapace (Millennium-Trilogie) bleibt als Zigeuner-Mädel weitgehend blass, zudem wirkt ihre Synchronstimme (Bart Simpson!) wenig passend. Gleichsam wie Rachel McAdams als Irene Adler und Kelly Reilly als Mrs. Watson hat auch Stephen Fry (Gosford Park) als Sherlocks Bruder Mycroft Holmes wenig zu tun. Seine Figur dient eher als zwischenzeitliche Auflockerung und fungiert als Kontaktmann zur britischen Regierung.

Das Drehbuch zum dritten Teil hat Produzent Joel Silver auch schon in Auftrag gegeben und so ist mit einem Kinostart für 2014 zu rechnen. Denn auch wenn Teil 3 noch schwächer sein wird, gedreht wird er trotzdem. Da bleibt die Logik eben im Schatten.

Fazit: „Sherlock Holmes 2“ bietet im Grunde die gleichen Zutaten wie Teil 1, nur hat der Geschmack nachgelassen. 4 von 10 Punkten.

 

Wahrsagerin Simza sucht ihren Bruder

 

Professor James Moriarty

 

 

Marius Joa, 30. Dezember 2011. Bilder: Warner.

 

 

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